OTS0226 5 II 0550 PSP0001 CI Fr, 21.Okt 2011
Soziales / Asyl / Menschenrechte / Flüchtlinge / Recht / Hilfe

Komanizwillinge ein Jahr nach ihrer Rückkehr

Wien (OTS) - Nikolausgeschenke, Brille oder nicht und schulische Leistungen - ein Jahr nach ihrer Rückkehr aus dem Kosovo scheint nach außen für Daniela und Dorentyna Komani der Alltag eingekehrt zu sein:
Beide Eltern arbeiten, die Mädchen absolvieren mit sehr guten Leistungen die Schule, doch: "Wer glaubt, dass mit dem Erlangen der Niederlassung alles vorbei ist, irrt!" so Kurosch Allahyari, Sprecher vom Verein Purple Sheep. "Den Mädchen geht es gut, auch wenn die Mutter sehr krank ist! So krank, dass es bis heute nicht möglich war, mit ihr über die Ereignisse zu sprechen!"

Purple Sheep habe sich mit der Familie ganz bewusst entschieden, eine Stellungnahme am Jahrestag der Rückkehr der Mädchen und nicht zur Abschiebung hinauszugeben, so Allahyari weiter. "Wir wollen das Vergangene so positiv wie möglich sehen! Gemeinsam mit dem Betreuerteam, einer Psychologin und den Bewohnern im Freunde Schützen Haus werden wir am Wochenende zusammen sitzen und erstmals versuchen, das Geschehene Revue passieren zu lassen. Die Ereignisse im Oktober des letzten Jahres sitzen bei uns allen noch immer tief!"

Am Wochenende wird Dani und Dori auch erzählt, wie sehr sich ihr Mut und ihre Tapferkeit für anderen Kinder ausgezahlt hat. "Den beiden ist es überhaupt nicht bewusst, was sie geleistet haben. Nun dürfen andere Kinder nicht mehr von uniformierten Beamten ins Gefängnis gebracht werden!" so Purple Sheep Obfrau Karin Klaric, die darin einen wesentlichen Verbesserungsschritt für das seelische Wohl von betroffenen Kindern trotz aller widrigen Umstände sieht.

Im Freunde Schützen Haus leben weiterhin rund 17 Familien zwischen Hoffen und Bangen über ihre ungewisse Zukunft. Bestens integrierte und unbescholtene Menschen. Neben Dani und Dori konnten die Behörden in fünf weiteren Fällen des Hauses überzeugt werden, dass die Familien in Österreich bleiben dürfen. Diese sind bereits ausgezogen und leben selbständig in Wien.

Die anderen leben ohne positive Entscheidung seit über einem Jahr im Haus. "Für uns stellt dies eine enorme finanzielle Belastung dar, denn die Menschen dürfen sich nicht selbst erhalten, obwohl sie es könnten!" so die Obfrau des Betreuervereins. "Dani und Dori geben den Freundinnen im Haus jedoch viel Kraft und die Kinder verlieren dank ihrer Unterstützung nicht die Hoffnung - im Gegensatz zu den Erwachsenen, die aufgrund der schwierigen Situation oft schwer erkranken."

"Dass die Kinder so unbeschwert sind, verdanken wir vor allem der liebevollen Mithilfe vieler UnterstützerInnen! Wir dürfen den Adventauftakt zum Beispiel im Schloss Schönbrunn beginnen. Die Kinder können das Schloss kostenlos besichtigen und anschließend Kekse backen!" Auch Hans Jörg Ulreich stellt dem Verein Purple Sheep das Haus weiterhin zur Verfügung.

"Solange bis alle Familien zu ihrem Recht kommen und ihr Bleiben sicher ist!"

Trotz aller finanziellen Belastungen gibt Purple Sheep nicht auf:
"Wenn Dani und Dori uns von ihren Problemen mit Mitschülern erzählen oder fragen, ob sie für den Nikolaus brav genug waren, wenn wir sehen, wie sie die anderen trösten, dann fühlen wir uns in unserer Arbeit einfach bestätigt!

Nichts ist wichtiger, als Kindern konsequent vorzuleben, dass man mit Unrecht, das passiert oder ihnen angetan wird, nicht einverstanden ist! Und dass man das Recht mit allen möglichen Mitteln einfordert statt wegzuschauen!" so Klaric abschließend.

Spenden werden vom Verein für Lebenshaltungskosten und medizinische Versorgung der BewohnerInnen dringend benötigt:
Verein Purple Sheep, Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG, Ktnr: 28438941208, BLZ: 20111

Rückfragen & Kontakt:

Kurosch Allahyari
069910894622
pr@purplesheep.at
www.purplesheep.at

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OTS0226 2011-10-21/15:20