OTS0091 5 CI 0313 OCP0001 WI Do, 13.Okt 2011
Verkehr / E10 / Biosprit / Steuern / Konsumente / Umwelt / ÖAMTC

ÖAMTC zu Biosprit: Risiken, aber auch Chancen - noch zu viele Fragen offen

"Zu früh um zu polemisieren und das Thema abzuschreiben"

Wien (OTS) - Zum Thema Biosprit-Einführung sind in Österreich noch viele Fragen offen. "Der ÖAMTC hat seine Forderungen zu Biosprit auf den Tisch gelegt. Jetzt muss man der Politik einmal die Chance geben, zu arbeiten und Lösungen anzubieten", sagt ÖAMTC-Generalsekretär Oliver Schmerold. Beim Mobilitätsclub sieht man in der Erhöhung des biogenen Anteils im Sprit neben den Risiken auch Chancen. So könnten die Treibhausgasemissionen unmittelbar reduziert werden. Und auch die längst überfällige ökologische Mineralölsteuer-Reform rückt wieder in den Vordergrund. "Es ist jedenfalls zu früh um zu polemisieren und das Thema abzuschreiben. Das könnte auch eine vergebene Chance für Umwelt und Mobilität sein", stellt der ÖAMTC-Generalsekretär klar.

Die ÖAMTC-Forderungen zu E10:

* Für die Konsumenten darf es zu keiner Teuerung kommen. Der Club fordert im Vorfeld der E10-Einführung eine längst überfällige ökologische Mineralölsteuer-Reform. "Je bio, desto günstiger - das ist die Vision des ÖAMTC", skizziert Schmerold. Der ÖAMTC schlägt vor, zurück auf einen Basis-Steuersatz pro Spritsorte zu gehen und den Bio-Anteil de facto steuerfrei zu stellen.

* Bevor zehn Prozent des biogenen Anteils in Benzin beigemischt werden, müssen in Österreich verbindliche Angaben der Hersteller über die Verträglichkeit der neuen Kraftstoffe vorliegen. Ohne Freigabe durch alle Hersteller lehnt der ÖAMTC die Aufstockung der Beimengung ab.

* Treten trotz Herstellerfreigaben aufgrund der Verwendung von Kraftstoffen mit E10 Fahrzeugschäden auf, dürfen diese nicht dem Konsumenten angelastet werden.

* Ab Einführung der höheren Beimischungssätze muss für mindestens acht Jahre auch E5 (Super und Super Plus) als Bestandsschutz weiter bestehen.

* Für Biokraftstoffe müssen von akkreditierten Stellen Nachweise vorliegen, die die nachhaltige Produktion über den gesamten Herstellungsprozess belegen. "Zertifizierungsstellen müssen nach einem anerkannten System die Erfüllung der Anforderungen kontrollieren", so der ÖAMTC-Generalsekretär abschließend.

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