OTS0069 5 II 0297 NSK0005 Di, 05.Jul 2011
SPÖ / Hundstorfer / Gesundheit / Gesundheitsziele

Gesundheitsziele - Minister Hundstorfer: Jugendlichen den Schritt in die Arbeitswelt ermöglichen

Arbeitswelt gesünder gestalten - Faktisches Pensionsantrittsalter an das gesetzliche anpassen

Wien (OTS/SK) - Arbeitslosigkeit hat negative Auswirkungen auf die Gesundheit, es ist daher umso wichtiger, Jugendlichen den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen, unterstrich Sozialminister Rudolf Hundstorfer Montagabend beim "Policy Dialog" zum Thema "Gesundheitsziele" in der Wiener Urania. "Gelingt dieser erste Schritt in die Arbeitswelt, dann haben wir eine Jugend, die eine Perspektive hat. Gelingt dieser Schritt nicht, ist das der erste Schritt in Richtung einer psychischen Erkrankung", betonte Hundstorfer. Zudem brauche es mehr Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz, nicht zuletzt um das faktische Pensionsantrittsalter zu erhöhen. ****

"Pflichtschule allein ist gut, aber zu wenig", sagte Hundstorfer. Menschen, die nur über einen Pflichtschulabschluss verfügen, haben ein fünffach höheres Risiko, von Arbeitslosigkeit betroffen zu sein, als Facharbeiter mit guter Ausbildung. "Das heißt auch gesundheitliche Destabilisierung", betonte Hundstorfer. Arbeitslosigkeit bringt ein erhöhtes gesundheitliches Risiko mit sich. Jugendlichen Zugang zum Arbeitsmarkt zu gewährleisten ist daher umso wichtiger, auch aus einem gesundheitspolitischen Gesichtspunkt.

Im Erwerbsprozess sei wiederum auf die Umsetzung von Schutzmaßnahmen zu achten. "Es ist das Ziel, länger und gesünder im Erwerbsprozess bleiben zu können", so Hundstorfer. "Ein Drittel aller Pensionsantritte passiert in Österreich aus der Invalidität heraus", betonte Hundstorfer, "50 Prozent dieser Pensionsantritte haben eine psychische Ursache." Gerade die psychischen Erkrankungen seien oft schwer greifbar. "Wir müssen hier stärker hinschauen", so Hundstorfer. Österreich habe weltweit die meisten Invaliditätspensionen ab dem 50. Lebensjahr. Um das zu verhindern, müsse es Früherkennungsmaßnahmen, Möglichkeiten zu Rehabilitierung und möglicherweise auch Umschulungsmaßnahmen geben, wenn absehbar ist, dass ein Job aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr weitergeführt werden kann. "Das faktische Pensionsantrittsalter muss so schnell wie möglich an das gesetzliche herangeführt werden", so Hundstorfer. (Schluss) pep/sv

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