OTS0042 5 WI 0284 AKN0001 CI Fr, 24.Jun 2011
Wirtschaft / Arbeiterkammer / Arbeitsmarkt / Konjunktur / Niederösterreich

AKNÖ-Haneder: Nur jede/r Vierte NiederösterreicherIn glaubt an sicheren Arbeitsplatz

NiedrigverdienerInnen halten ihre Arbeitsplätze für Schleudersitze

Wien (OTS) - Um die Sicherheit der Arbeitsplätze ist es in Niederösterreich nicht gut bestellt. Nur 27 % fühlen sich vor Kündigungen sicher, alle anderen kalkulieren mit einem unfreiwilligen Arbeitsplatzwechsel. AKNÖ-Präsident Haneder: "Je niedriger das Einkommen, um so höher ist die Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren. Soziale Sicherheit soll aber für alle gelten."

Sicherheit am Arbeitsplatz geht mit sehr guter Ausbildung und möglichst langjähriger Betriebszugehörigkeit Hand in Hand, das geht aus dem jüngst veröffentlichen Arbeitsklima-Index für Niederösterreich des Meinungsforschungsinstituts IFES im Auftrag der AKNÖ hervor.

AKNÖ-Wirtschaftsexperte Dr. Jürgen Figerl: "Mehr als die Hälfte der Beschäftigten mit Hochschulabschluss hält ihren Arbeitsplatz für sicher, für ArbeitnehmerInnen, die nur einen Pflichtschulabschluss haben, trifft dies nur noch zu 13 % zu." Aber nicht nur höhere Bildung schafft Zugang zu sicheren Arbeitsplätzen, auch die Betriebszugehörigkeit spielt eine große Rolle. Wer es einmal geschafft hat, 20 Jahre im selben Unternehmen zu arbeiten, fühlt sich so sicher wie ArbeitnehmerInnen mit Hochschulbildung.

Die höchste Arbeitsplatzsicherheit bieten die Branchen Öffentliche Verwaltung (67%), Unterrichts- (54%) und Gesundheitswesen (47%). An eine 100-prozentige Arbeitsplatzsicherheit glaubt allerdings niemand mehr. Die unsichersten Branchen sind Bau und Verkehr-/Transportwesen, hier fühlt sieht sich jeder Fünfte "ziemlich unsicher und sehr unsicher".

Betriebsräte sorgen für Stabilität und Sicherheit
In Unternehmen mit Betriebsräten ist das Gefühl der Arbeitsplatzsicherheit viel höher (32 % sagen "sicherer Arbeitsplatz") als ohne betriebliche Interessenvertretung (21 %). "Das zeigt, dass Betriebsräte für die Beschäftigten und für die Betriebe gut sind. Sie helfen, Konflikte zu vermeiden, die wo anders oft durch Kündigungen gelöst werden und bieten so Stabilität für das ganze Unternehmen.

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