OTS0144 5 II 0261 FMB0002 Mo, 04.Apr 2011
Innenpolitik / Grüne / Brunner / Photovoltaik / Atomstrom

Brunner zu Berlakovichs Photovoltaikaktion 2011: Ein Saulus bleibt ein Saulus

Grüne fordern Ökostromgesetz ohne Deckelung und mehr Förderungen für Sonnenstrom

Wien (OTS) - Mit 35,6 Millionen Euro will Minister Berlakovich
7000 Haushalten eine Photovoltaikanlage ermöglichen und damit Österreich von fossiler und importierter Energie unabhängig machen. "Wenn man bedenkt, dass Österreich mehr als 3,6 Millionen Haushalte hat, ist es nicht einmal ein Tropfen auf dem heißen Stein", sagt Christiane Brunner, Umweltsprecherin der Grünen. "Österreich ist damit von Unabhängigkeit so weit entfernt wie Alaska von Südafrika.

Die Grünen sagen: Wer eine Sonnenstromanlage auf seinem Dach will, soll diese auch gefördert bekommen. Wenn Berlakovich die Energiewende ernst nimmt, muss er die Bundesfördermittel für die kleine Photovoltaikanlagen (Häuslbauer-Anlagen) von 18 auf 100 Mio. Euro aufstocken. Damit könnten auch mehr als 800 grüne Arbeitsplätze geschaffen werden und für die heimische PV-Industrie wäre das ein wichtiger Impuls", so Brunner. Brunner erinnert daran, dass die Förderungen in den vergangenen Jahren bei weitem nicht ausgereicht haben, um allen Interessierten unabhängige Stromversorgung zu ermöglichen. Höhere Förderungen würden Österreich sowohl von Öl und Gas als auch von Atomstrom-Importen unabhängig machen. Atomstrom lehnt Österreich zwar ab, kauft ihn aber trotzdem munter weiter.

Deshalb fordert Brunner eine wirkliche Novelle des Ökostromgesetzes. "Das vorliegende Gesetz ist zum Kren reiben. Berlakovich und seine ÖVP-Konsorten tun so, als hätten sie sich in Energiefragen vom Saulus zum Paulus gewandelt. Das vorliegende Gesetz zeigt aber, dass wir auch weiterhin auf der Schneckenspur unterwegs sind", so Brunner. Sie fordert ein Ökostromgesetz ohne Deckelung und mit gesicherten Tarifen für die Ökostrom-Betreiber.

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