OTS0241 5 CI 0460 NBB0001 Fr, 25.Feb 2011
Bahn / ÖBB / Verkehr / Lopatka / Investitionen / Infrastruktur / Sanierung

ÖBB begrüßen ÖVP-Kurswechsel bei Republik-Schulden

Lopatka-Bekenntnis zur Infrastruktur-Verschuldung wichtiges Signal ÖBB-Management arbeitet konsequent an der Unternehmenssanierung

Wien (OTS) - Die ÖBB begrüßen das neue Bekenntnis von Finanzstaatssekretär Reinhold Lopatka zu den Regierungsbeschlüssen für Infrastrukturinvestitionen und den daraus entstehenden Schulden. In einem heute erschienenen Interview mit der Tageszeitung "Die Presse" gibt Lopatka Folgendes zu Protokoll: "Meine Hauptkritik bezieht sich nicht auf die Schulden im Zusammenhang mit der Infrastruktur "Wenn in dieser Regierung Beschlüsse gefasst werden, fühle ich mich gebunden. Dann halte ich mich daran" Was bisher modernisiert wurde, etwa die Bahnhöfe, das halte ich für eine wichtige Zukunftsinvestition". Diese Aussagen seien ein neues Signal in der aktuellen Debatte rund um das Unternehmen ÖBB und deren Schulden im Auftrag der Republik. Als jenes Unternehmen, das die von der Republik beschlossenen staatlichen Eisenbahn-Infrastrukturprojekte umsetzen soll und die entstehenden Schulden zu tragen hat, bewerten die ÖBB den Richtungswechsel der ÖVP in der öffentlichen Diskussion als sehr positiv. Als Finanzierungsvehikel der Bundesregierung ist für die ÖBB die klare Trennung von Staats- und Unternehmensverantwortung wichtig. Rund 90% der ÖBB-Schulden sind Schulden aus Infrastrukturprojekten, im Auftrag der Bundesregierung. Bisher hatte das Finanzministerium zwar die Beschlüsse mitgefasst, aber im Gegenzug die "Schulden der ÖBB" beklagt, die ja in Wahrheit Schulden im Auftrag der Republik sind.

Neues ÖBB-Management mit Sanierungsprogramm am richtigen Weg
Das forcierte Turn-Around Programm der ÖBB zeigt bereits Erfolge am Weg der Sanierung. Die Mitarbeiterzahl wurde 2010 um 1.123 auf 42.482 Mitarbeiter (inkl. Lehrlinge 44.188 / 2009: 43.605 exkl. Lehrlinge, gesamt 45.186) reduziert. Das durchschnittliche Pensionsantrittsalter wurde um ein Jahr auf 53,5 Jahre angehoben. Wenn jene Mitarbeiter ausgenommen werden, die aus Krankheitsgründen in Pension gingen, liegen die ÖBB im Schnitt bei 54,8 Jahren, im ASVG-Bereich beträgt die vergleichbare Zahl laut Wirtschaftsforschungsinstitut 59 Jahre. Gleichzeitig haben die ÖBB mit 1174 die geringste Zahl von Pensionierungen seit zehn Jahren erreicht. Neben einer Reihe weiterer Initiativen ist auch die RCA- Sanierung auf dem Weg, die Neustrukturierung defizitärer Geschäftsfelder und Tarifanpassungen zählen dazu ebenso wie die Halbierung der RCA-Beteiligungen. Die Produktionsgesellschaft soll in den nächsten 5 Jahren 66 Millionen Euro einsparen, auch der Konzerneinkauf mit einem Volumen von 2 Mrd. Euro ist seit Ende 2010 zentral gesteuert, was Einsparungen von 100 Mio. Euro bringt. Der moderate Lohnabschluss 2010 mit einer Nulllohnrunde der Führungskräfte hat dem Konzern 2010 ein Kostenminus von fast 20 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr gebracht. Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Zusammenlegung der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT)-Agenden im Konzern, sowie der Abbau von 1.000 Verwaltungs- und 100 Führungsjobs.

Pünktlichkeit hoch wie nie
Insgesamt sind 95,3 % aller Züge pünktlich, im Nahverkehr sind die Ergebnisse noch besser: Bei der S-Bahn liegt die Pünktlichkeit bei beeindruckenden 98,3 Prozent - das ist Schweizer Niveau.

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