OTS0238 5 II 0345 EDW0002 Fr, 25.Feb 2011
Religion / PEW Kirchen Wien Flüchtlinge Irak Schönborn

Irakische Flüchtlingsfamilie zog im Erzbischöflichen Palais ein

Kardinal Schönborn auf den Spuren von Kardinal König - Vierköpfige Flüchtlingsfamilie findet neue Heimat

Wien (OTS) - =

Wien, 25.02.11 (PEW) Es war ein bewegender
Augenblick: Eine junge vierköpfige Familie chaldäisch-katholischer Christen aus der irakischen Erdölmetropole Kirkuk wurde am Freitag im Wiener Erzbischöflichen Palais von Kardinal Christoph Schönborn aufgenommen. Der Wiener Erzbischof hatte seit drei Jahren an die österreichische Bundesregierung appelliert, im Hinblick auf die schwer bedrängten Angehörigen der religiösen Minderheiten im Irak ein Zeichen zu setzen und besonders bedrohte Personen aufzunehmen. Vor wenigen Tagen ist das geschehen: 30 besonders bedrohte Christen aus dem Irak konnten nach Österreich kommen und wurden hier als Flüchtlinge mit allen Rechten aufgenommen. Auf diesem Hintergrund wollte der Wiener Erzbischof ein Zeichen setzen und eine Familie aufnehmen, die sonst "der Bundesbetreuung zur Last gefallen wäre". Zugleich ging es Kardinal Schönborn darum, an das Vorbild seines Vorvorgängers Kardinal Franz König anzuknüpfen,. der zu Beginn der achtziger Jahre eine Familie von vietnamesischen "Boat people" im Erzbischöflichen Palais aufgenommen hatte.

Bei der Begegnung mit der Flüchtlingsfamilie aus Kirkuk erinnerte Kardinal Schönborn daran, dass er selbst in den vierziger Jahren auch als Flüchtling nach Österreich gekommen war. Er sei damals genauso alt gewesen wie die jüngste Tochter der irakischen Flüchtlingsfamilie, die kleine Barbara - nämlich sieben Monate. Im Gespräch mit katholischen Journalisten betonte der Erzbischof von Wien die dramatische Situation aller Menschen im Irak; das sei an den Attentaten auf muslimische Pilger ablesbar, aber auch an der besonderen Gefährdung der Christen. Deshalb habe er sich seit drei Jahren bei der österreichischen Bundesregierung besonders für die Angehörigen der religiösen Minderheiten (Christen, Mandäer usw.) eingesetzt.

Es sei erfreulich, dass die österreichische Bundesregierung nach dem katastrophalen Attentat in der Marienkathedrale in Bagdad beschlossen habe, "akut gefährdete Christen" aufzunehmen und ihnen den Flüchtlingsstatus zu gewährem- Die im Erzbischöflichen Palais untergebrachten Flüchtlinge könnten dort bleiben, bis sie "ein eigenes Zuhause finden", so Kardinal Schönborn. Wörtlich sagte der Wiener Erzbischof: "Sie sollen in diesem Land in Frieden leben können". (Forts mgl)

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