OTS0048 5 WI 0569 NKI0001 CI Di, 23.Nov 2010
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VKI: Skigebiete erheblich teurer geworden 1

80 österreichische Skigebiete im Vergleich - Steigerungen in den vergangenen vier Jahren

Wien (OTS) - Für den jährlichen Skiurlaub muss man meist tiefer in die Tasche greifen als noch vor vier Jahren: Stieg der Verbraucherpreisindex seit der Saison 2006/2007 um 7,5 Prozent, so lag die Steigerungsrate bei den Skigebieten in den meisten Fällen nahezu doppelt so hoch wie die Inflation. Das zeigt die Erhebung zu 80 österreichischen Skigebieten, durchgeführt vom Verein für Konsumenteninformation (VKI) und dem Europäischen Verbraucherzentrum (EVZ). Diesen Preisanstieg bekommen nicht zuletzt die Familien zu spüren, denen in zahlreichen Skigebieten aber zumindest Ermäßigungen eingeräumt werden. Durch Vergünstigungen via Gästekarten und Familienrabatte lässt sich bei der Postalm Arena (Salzburg) auf diese Weise etwa bis zu einem Drittel des regulären Preises sparen. Das billigste Familienpaket um 290 Euro für 2 Erwachsene, einen Jugendlichen und ein Kind gibt es im verhältnismäßig kleinen Skigebiet Zahmer Kaiser (Tirol). 735 Euro muss man hingegen für das teuerste, Ski Arlberg, hinblättern, das allerdings mit 284 Pistenkilometern das größte
lokale Skigebiet ist.

Die zehn günstigsten Skigebiete für Familien sind in fünf Bundesländern zu finden, wofür man sich fast ausschließlich mit kleinen Skigebieten zufrieden geben muss. Doch auch hier gibt es Ausnahmen: Das mit Abstand längste davon ist das Skigebiet Gaissau-Hintersee (Salzburg) mit immerhin 40 Pistenkilometern um knappe 370 Euro im Familienpaket. Ein hoher Preis steht jedoch nicht zwangsläufig für ein großes Skigebiet. Denn für die 25 Pistenkilometer in Christlum Hochalm (Tirol) sind saftige 500 Euro hinzublättern. Dahingegen sind in Flachau-Wagrain-St. Johann (Salzburg) 674 Euro zu zahlen, kann dafür aber mit einer Mehrtageskarte die 860 Pistenkilometer der gesamten Region erkunden.

Für Familien auch relevant ist das Alter der Kinder, denn in manchen Regionen wie dem Stubaier Gletscher (Tirol) fahren Kinder bis Jahrgang 2001 gratis, wodurch auch der Preis von knappen 490 Euro für über 100 Pistenkilometern moderat ausfällt. Dahingegen lassen sich andere Gebiete die gute Erreichbarkeit von der Bundeshauptstadt aus etwas kosten: Während der Preis für 6-Tage-Karten in den Gebieten Stuhleck (Steiermark) und Semmering/Zauberberg (Niederösterreich) in den letzten vier Jahren nur geringfügig erhöht wurde, muss man nun für eine Tageskarte 14,5 bzw. 14 Prozent mehr berappen.

Wer sich vorweg informiert und Preise vergleicht, kann tatsächlich Geld sparen - selbst wenn die Preise für den Winterurlaub in den vergangenen Jahren gestiegen sind. "Konsument"-Redakteur Peter Blazek zeigt, wie man sein Urlaubsbudget schonen kann:

- Familienermäßigungen beachten. Für Familien gibt es von Skigebiet zu Skigebiet unterschiedliche Angebote. Wer die Ermäßigungen in Anspruch nehmen möchte, muss die Karten für alle Familienmitglieder auf einmal kaufen und die Zusammengehörigkeit unter Umständen mit Familienpässen, Reisepässen oder Meldezettel nachweisen.

- Angebot überdenken. In Skigebieten, die Teil eines Verbundes sind, gelten Mehrtages-Skipässe meist automatisch für mehrere, mitunter auch weit voneinander entfernte Skigebiete. Die Möglichkeit, in mehreren Gebieten fahren zu können, hat in der Regel ihren Preis. Wer sie nicht nutzt, bezahlt den höheren Preis umsonst.

- Skiausrüstung ausleihen: Die Preise für den Verleih einer Skiausrüstung können je nach Anbieter mehr als 100 Euro betragen. Ob das Skigebiet günstig ist oder nicht, sagt nichts darüber aus - auch hier zahlt sich somit der Preisvergleich vor Reiseantritt
aus. "Allerdings kann vor allem bei Niedrigpreisangeboten auch die Qualität entsprechend sein", gibt Blazek zu bedenken.

Eine Übersicht aller Skigebiete mit detaillierten Preisen für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren gibt es ab dem 25.11. in der "Konsument"-Dezember-Ausgabe und ab sofort auf www.konsument.at.

Rückfragen & Kontakt:

Verein für Konsumenteninformation, Mag. Andrea Morawetz,
Tel.: 01/588 77-256

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