OTS0043 5 CI 0307 GRO0001 Do, 30.Sep 2010
Umwelt / Bienen / Anschober / OÖ

ANSCHOBER: Bienengefährdende Maisbeize muss von Umweltminister endlich gestoppt und die Imker entschädigt werden

"Seit 2009 Bienenvergiftungen in Österreich - die bisherigen Maßnahmen sind nicht ausreichend."

Linz (OTS) - Die Zwischenergebnisse einer Studie zum Zusammenhang von Bienenschäden und Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zeigen, was Imker bereits seit langem beklagen: Bienen werden durch insektizidgebeiztes Saatgut geschädigt.
LR Anschober: "Diese Erkenntnis ist nicht neu. Wenn Umweltminister Berlakovich nun am Montag bekannt gab, dass auf Basis dieser Zwischenergebnisse eine brancheninterne Lösung gefunden werden muss, so kann diese Lösung aus meiner Sicht nur ein sofortiger Stopp der bienengefährdenden Maisbeize sein. Und ich fordere die sofortige Offenlegung dieser Ergebnisse."

In einem Schreiben appellierte Oö Umwelt-Landesrat Rudi Anschober bereits im Juli an Bundesminister Berlakovic, so wie in Deutschland und Italien ein flächendeckendes Verbot zu verhängen.
Im Jahr 2008 gab es in Deutschland durch den Einsatz von Neonicotinoiden zur Maisbeizung bei der anschließenden Aussaat massive Bienenverluste im Rheingraben und teilweise in Bayern. 12.500 Bienenvölker waren geschädigt (800 Imker betroffen). Dieselbe Situation war in der Po-Ebene (Italien) zu beobachten mit 50.000 betroffenen Bienenvölkern und einer regelrechten Flucht der Berufsimker mit ihren Völkern aus dieser Region.

LR Anschober: "Während Deutschland und Italien den einzig richtigen Schluss gezogen haben, werden in Österreich die Imker mit Maßnahmen hingehalten, die offensichtlich keinen ausreichenden Schutz bieten -das kann nur ein Totalverbot. Und die betroffenen Imker müssen jedenfalls entschädigt werden. Unzureichende Alibilösungen, die versuchen, das Problem bei einzelnen Landwirten und Imkern zu sehen, lehne ich strikt ab. Minister Berlakovich, der die Wichtigkeit der Bienen für die Landwirtschaft und Artenvielfalt durch einen Bienenstock am Dach der Staatsoper ja selbst unterstrichen hat, ist aufgefordert, das Problem grundlegend mit einem Verbot zu lösen. Ansonsten werden wir im nächsten Jahr wieder mit Bienenschäden durch Maisbeize konfrontiert sein."

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Büro Landesrat Rudi Anschober, Mag. Rudi LEO, Pressesprecher, Tel: +436648299969, rudi.leo@ooe.gv.at, Promenade 37, 4020 Linz, www.anschober.at

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