OTS0090 5 CI 0970 NRK0011 Do, 06.Mai 2010
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Spatenstich für Umbau Seitenhafenstraße

Bessere Verkehrsanbindung für Hafen Freudenau

Wien (OTS) - Die Ausbauarbeiten am Containerterminal Freudenau des Wiener Hafens, machen den Um- und Neubau sowie eine Verlegung der Seitenhafenstraße notwendig. Heute, Donnerstag, erfolgte gemeinsam mit Verkehrsstadtrat Rudi Schicker, Bezirksvorsteher Gerhard Kubik, Bezirksvorsteherin Renate Angerer und dem Wiener Hafen-Direktor Rudolf Mutz, der Spatenstich für das 26 Mio. Euro-Projekt.

"Der Freudenauer Hafen liegt mit dem größten Containerterminal an der Donau geografisch ideal und ist direkt an die Verkehrsträger Schiff, Bahn und LKW angebunden. Der letzte Ausbau hat dem Containerterminal eine neue Dimension gegeben und vor allem die Verkehrsanbindung stark verbessert. Diese Verbesserung ist bei der Bahnanbindung bereits vollzogen und für die Straße nun am Beginn der Verwirklichung. Damit auch in Zukunft die optimale Erreichbarkeit für den Betrieb gewährleistet ist", sagt Verkehrsstadtrat Rudi Schicker.

Bezirksvorsteher Gerhard Kubik ist von den positiven Auswirkungen dieses Projekts für die Leopoldstadt überzeugt: "Durch die neue Seitenhafenstraße wird es auf dem Handelskai viel weniger LKW-Verkehr geben und damit auch eine Verbesserung der Wohnqualität für die Anrainerinnen und Anrainer."

Verbesserung der Erreichbarkeit

Die Seitenhafenstraße wird auf zwei Fahrstreifen ausgebaut und künftig als Hauptstraße B 14 geführt. Das Projektsgebiet reicht dabei von der Seitenhafenstraße, knapp südlich der buddhistischen Friedenspagode im 2. Bezirk, bis über den Donaukanal in den 11. Bezirk zur 11.Haidequerstraße.

Im Zuge der Bauarbeiten wird auch die gesamte Margetinstraße von der Johann-Petrak-Gasse bis zur Alberner Hafenzufahrtsstraße umgebaut. Die Verlängerung über den Donaukanal erfolgt durch die Errichtung einer neuen Brückenverbindung zwischen der Leopoldstadt und Simmering.

Lärmschutz für Landschaftsschutzgebiet Prater

Aufgrund der zu erwartenden höheren Verkehrsbelastung ist in einigen Kreuzungsbereichen der Seitenhafenstraße die Errichtung von neuen Ampelanlagen vorgesehen. Am wichtigsten ist allerdings der, durch die räumliche Nähe zum Landschaftsschutzgebiet Prater bedingte, Bau eines durchgehenden Lärmschutzes, der abschnittsweise als begrünter Erdwall bzw. Lärmschutzwand realisiert wird.

Die Bauarbeiten in der Johann-Petrak-Gasse bzw. in der Margetinstraße können voraussichtlich noch im Dezember 2010 abgeschlossen werden. Parallel dazu laufen die Gleisbauarbeiten der ÖBB, die Verlängerung der Seitenhafenstraße vom Hafenzollgebäude bis zum Donaukanal sowie der Bau der neuen Brücke. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist für Dezember 2011 vorgesehen.

Um die Gefahr von Blindgängern aus dem Krieg gering zu halten, wurde auf der neuen Straßentrasse eine Kampfmittelerkundung durchgeführt, um allenfalls Kriegsrelikte schon rechtzeitig aufzufinden und zu entfernen. Falls sich diese Störkörper als sprengfähige Bomben herausstellen, erfolgt eine Entschärfung durch den Entminungsdienst.

Ein Brückenschlag zwischen Leopoldstadt und Simmering

Gleichzeitig mit dem Straßenbauprojekt wird auch mit den Arbeiten für die neue Donaukanalquerung zwischen dem 2. und 11. Bezirk begonnen. Diese wird nicht nur dem Auto- und LKW-Verkehr für den Betrieb des Wiener Hafens zur Verfügung stehen, sondern auch für FußgängerInnen und RadfahrerInnen genug Platz bieten. "Mit dieser neuen Brücke wird der Hafenbereich vom Durchzugsverkehr befreit und Simmering mit dem Erholungsgebiet Prater verbunden", so Stadtrat Schicker.

Die Brücke ist eine sehr schlanke und elegante Konstruktion. Mit einer Länge von rund 130 Metern und einer Breite von 15 Metern bringt sie sich zart in das Landschaftsbild ein. Der Brückenbau wird in mehreren Teilen erfolgen. Auf beiden Seiten des Donaukanals werden zuerst die Rampen und Gründungen der Brücke hergestellt. Dann von beiden Seiten die Brücke so weit vorgebaut, bis in der schifffahrtsfreien Zeit im Winter das Verbindungsstück vor Ort errichtet werden kann.

Mit der Fertigstellung der Brücke ist im Herbst nächsten Jahres zu rechnen. Die Verkehrsfreigabe erfolgt nach Fertigstellung der entsprechenden Straßenanbindung.

Verkehrsmaßnahmen

Auf der Seite des 2. Bezirks ist örtlich mit Fahrbahneinengungen zu rechnen, die Zufahrt zu den Firmen ist möglich.

  • im Bereich Johann-Petrak-Gasse / Margetinstraße wird von Mai bis Oktober 2010 die 11. Haidequerstraße bis und in Richtung Jedletzbergerstraße als Einbahn geführt (Grafik Bauphase 1)
  • der Bereich Margetinstraße von Alberner Hafenzufahrtsstraße bis 11.Haidequerstraße wird für vier Wochen (etwa Juli/August 2010) gesperrt (Grafik Bauphase 2)
  • die Zufahrt in die Margetinstraße von der Johann-Petrak-Gasse ist für den Lieferverkehr möglich, ebenso das Abbiegen von der Johann-Petrak-Gasse in die 11.Haidequerstaße.

Weitere Informationen erhalten Sie auf www.strassen.wien.at und www.baustellen.wien.at oder auch unter 01 / 955 59 - Infoline Straße und Verkehr.

Der Wiener Hafen

Rund 2.000 Kilometer vom Schwarzen Meer und rund 1.500 Kilometer von der Nordsee entfernt entwickelt sich der Hafen Wien - ein Unternehmen der Wien Holding - zu einem der wichtigsten Logistik-Hubs an der Donau in Europa. Bis zu zwölf Millionen Tonnen Güter werden pro Jahr umgeschlagen.

Der Hafen Wien punktet mit seiner optimalen geografischen Lage und der direkten Anbindung an die Verkehrsträger Schiff, Bahn und LKW sowie dem nahe gelegenen Flughafen Wien-Schwechat. Diese Standortvorteile kann kein anderes Logistikzentrum in Österreich bieten. Sie steigern die Bedeutung des Hafen Wien für die Wirtschaft im gesamten CEE- Raum und machen ihn zum idealen Hub zwischen Ost und West. Der Kurs für die Zukunft ist klar: Der Hafen Wien wird massiv ausgebaut zu einer der modernsten und leistungsstärksten Logistikdrehscheiben für Mittel- und Südosteuropa.

Mit einer Fläche von 3,5 Mio. Quadratmetern ist der Wiener Hafen das größte Güterverkehrszentrum Österreichs. Es beherbergt den größten öffentlichen Donauhafen Österreichs mit den Frachthäfen Freudenau, Albern und dem Ölhafen Lobau. Die Personenhäfen bei der Reichsbrücke und am Donaukanal werden ebenfalls vom Wiener Hafen verwaltet. Neben dem multimodalen Güterumschlag betreibt das Unternehmen ein modernes Logistikzentrum mit 70.000 Quadratmeter Lagerfläche, einen Autoterminal sowie den größten Containerterminal an der Donau.

Mehr als 120 Firmen, darunter ca. 40 logistiknahe Betriebe, aber auch Unternehmen aus den Bereichen Handel, Bauwesen oder Treibstoffe haben sich mittlerweile auf dem Gelände angesiedelt. Insgesamt sind rund 5.000 Menschen im Güterverkehrszentrum Hafen Wien beschäftigt.

(Schluss) shm

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