OTS0144 5 WI 0393 AIM0001 Do, 04.Mär 2010
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Wlodkowski: EU-Wirtschaftsstrategie benötigt Landwirtschaft für Erfolg

EU-Agrarpolitik auf Erneuerbare, Forschung, "Green jobs" etc. abstimmen

Wien (OTS) - "Wenn sich der EU-Kommissionspräsident durch die Umsetzung der Wirtschaftsstrategie Europa 2020 ein intelligentes und nachhaltiges Wachstum für die Union verspricht, so ist ihm sicherlich klar, dass er für einen Erfolg den Agrarbereich dringend benötigt. Denn von den sieben präsentierten 'Vorzeigeprojekten' der EU sind mehrere direkt oder indirekt mit der Land- und Forstwirtschaft verbunden. Um den Ausbau der erneuerbaren Energien für die Initiative 'Ressourcen-effizientes Europa' voranzutreiben, die Forschung und Entwicklung oder den Wachstumsbereich 'Green jobs' zu stärken, müssen Inhalt und Finanzierung der EU-Agrarpolitik offensiv angepasst werden. Mit der da und dort diskutierten Kürzung von Budgetmitteln im Landwirtschaftsbereich nach 2013 wird die EU ihre Ziele sicherlich nicht erreichen", erklärte Gerhard Wlodkowski, Präsident der LK Österreich, zur Präsentation der Wirtschaftsstrategie Europa 2020.

Offensive EU-Agrarpolitik

"Die präsentierte EU-Wirtschaftsstrategie bestätigt die Argumentation der Bauernvertretung, dass die EU-Agrarpolitik 2014 bis 2020 offensiv auf die Herausforderungen der Zukunft, wie Lebensmittelsicherheit, Klimawandel oder Energie, konstruktive Antworten geben muss. Daher widerspricht eine Kürzung des EU-Agrarbudgets, wie mancherorts vorgeschlagen, dem vom Kommissionspräsidenten angestrebten Ziel einer nachhaltigeren Wirtschaftspolitik in Europa. Die Finanzkrise hat erneut die Bestätigung für die Tatsache geliefert, dass eine Landwirtschaft auf Basis bäuerlicher Familienbetriebe die ökonomisch und ökologisch nachhaltigste Art des Wirtschaftens sichert. Sie hat nur den Nachteil, dass sie mit der Raubbau-Agrarindustrie in Übersee nicht mithalten kann. Wer Europa nachhaltig stärken will, muss der Landwirtschaftspolitik höchsten Stellenwert in jeder Hinsicht einräumen", stellte Wlodkowski fest.

Erneuerbare Energie

"Eine der präsentierten innovativen Ideen der Europäischen Kommission ist die Initiative 'Ressourcen-effizientes Europa'. Mit der vermehrten Verwendung von erneuerbarer Energie und nachwachsenden Rohstoffen soll europaweit erreicht werden, dass das Wirtschaftswachstum von dem Einsatz der umweltschädlichen und nur begrenzt verfügbaren fossilen Rohstoffe entkoppelt wird. Die Umsetzung allein dieses Vorschlages hat eine ganze Reihe positiver Effekte: Forschung und Entwicklung werden vorangetrieben, zehntausende neue Arbeitsplätze, sogenannte Green jobs entstehen, die Abhängigkeit von den Öl- und Gaslieferländern sinkt, die Wertschöpfung in der Region steigt, Milliarden für Öl und Gas bleiben im Land, dem Klima ist geholfen und die Land- und Forstwirtschaft erhält neue Perspektiven. Europas Bauern sind in der Lage, hier aktiv mitzuhelfen, wobei für uns die Reihenfolge 'Teller, Trog, Tank' weiterhin Gültigkeit behält", zeigte Wlodkowski die positive Rolle der bäuerlichen Unternehmer bei der Umsetzung der EU-Wirtschaftsstrategie auf.
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