OTS0302 5 CI 0336 VPF0002 Mi, 24.Feb 2010
Tiere / Umwelt / Steiermark / Kriminalität

VIER PFOTEN warnt: Geschmuggelte Hundewelpen aus der Steiermark nicht zurück an den Besitzer!

Wien (OTS) - Mittwochfrüh bot sich der Polizei ein sehr erschreckendes Bild: Ein Slowake transportierte in seinem Kombi 47 Hundewelpen, eingepfercht in enge Kisten. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich hierbei um aus in Osteuropa gezüchtete Tiere handelt, die nach Österreich geschmuggelt wurden - ihr Endziel war nach Angaben des Fahrers Spanien.

Medienberichten zufolge sollen die Hundewelpen, die derzeit im steirischen Landestierschutzheim versorgt werden, an den Besitzer zurückgegeben werden - für VIER PFOTEN ist dies nicht nachvollziehbar. Geschäftsführerin Johanna Stadler erklärt: "Die Tiere stammen mit hoher Wahrscheinlichkeit aus osteuropäischen Massenzuchtanlagen, wo die Tiere krank und isoliert unter katastrophalen Bedingungen leben - dorthin dürfen sie nicht zurückkehren."

Einige der gefundenen Welpen waren erst fünf Wochen alt - in Österreich dürfen Welpen laut der 2. Tierhaltungsverordnung vom 17.12.2004 erst ab einem Alter von über acht Wochen vom Muttertier getrennt werden. Es liegt also ein klarer Verstoß gegen die österreichischen - und auch europäischen - Gesetze vor. Stadler dazu:
"Die Tiere dürfen nicht dem Besitzer zurückgegeben, der die Tiere bewusst weit vor der legalen Frist von den Muttertieren getrennt hat." VIER PFOTEN appelliert an die steirische Exekutive sowie steirische Hundefreunde, durch Freigabe der Hunde an Privatbesitzer eine Rückkehr der Tiere in die grausamen Zuchtanlagen zu verhindern.

Wo gesetzliche Änderungen im Zweifelsfall nicht greifen, gilt es, das Bewusstsein der Bevölkerung zu schärfen. Johanna Stadler betont:
"Man kann es den Menschen gar nicht oft genug sagen - kauft keine Tiere, die als Zuchtwelpen angeboten werden, deren Papiere jedoch gefälscht sind. Dem professionellen Schmuggel mit Hundewelpen muss der Markt weggenommen werden." Sie erklärt: "Immer wieder werden unzählige Welpen auf Parkplätzen, Hinterhöfen und über Anzeigen im Internet verkauft. Viele der Tiere sind von klein auf verstört, durch die frühe Trennung von der Mutter sowie das Fehlen von Impfungen sind sie außerdem extrem krankheitsanfällig und bedürfen intensiver Obsorge."

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