OTS0176 5 II 0369 SJO0001 XI Mi, 28.Okt 2009
Bildung / Universitäten / Studenten / Protest / Wien

SJ Wien, VSStÖ Wien und AKS Wien: Forderungen der Studierenden jetzt umsetzen!

Heute Großdemo für freie Bildung um 17.00 Uhr vor der Uni Wien

Wien (OTS) - Für die sozialistischen Jugendorganisationen sind die Forderungen der Studierenden, die im Rahmen der Uni-Besetzungen österreichweit artikuliert werden, schleunigst umzusetzen.

Stefan Jagsch, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend (SJ) Wien, sieht sofortigen Handlungsbedarf: "Der Bologna-Prozess führt zur drastischen Verschlechterungen der Studienbedingungen. Universitäre Bildung heißt für uns aber etwas anderes als fachlich eingeschränkte Bachelors für die Wirtschaft zu produzieren. Die bestehenden Diplomstudien müssen auf jeden Fall erhalten werden. Wir fordern:
Keine Zugangsbeschränkungen, egal welcher Art und auf welcher Ebene, Abschaffung der als Studieneingangsphasen getarnten Knockout-Prüfungen und mehr Geld für die Unis statt für Banken!"

Für Natascha Strobl, Vorsitzende des Verbandes Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) Wien, sind Minister und Bundesregierung gefordert: "Hahn (und seinE NachfolgerIn) muss die Proteste der Studierenden endlich ernst nehmen und sich der Diskussion stellen anstatt immer nur gebetsmühlenartig `Studiengebühren` zu wiederholen. Studiengebühren sind einzig ein Mittel der sozialen Selektion und eignen sich nicht zur Finanzierung des Hochschulwesens. Wir fordern daher diese Regierung dazu auf, das dringend notwendige Geld in die Hand zu nehmen, um den offenen Hochschulzugang wieder herzustellen. Die Studiengebühren an den Universitäten und Fachhochschulen müssen endgültig komplett abgeschafft werden!"

Kübra Atasoy und Sassan Esmailzadeh von der AKS Wien weisen auf die Wichtigkeit der Proteste für SchülerInnen hin: "Solidarität mit den Uniprotesten ist deshalb notwenig, weil die Zugangsbeschränkungen nicht die StudentInnen von heute, sondern die von morgen treffen werden! Soziale Selektion beginnt nicht erst in der Uni, deshalb kann es nicht sein, dass das Einkommen und die Herkunft der Eltern über den zukünftigen Bildungsweg ihrer Kinder entscheiden. Wir Schülerinnen und Schüler haben aber auch eigene Forderungen:
Demokratisierung der Schulen und Sitzenbleiben abschaffen stehen ganz oben auf unserer Liste!"

"Aber auch auf Wiener Ebene wäre einiges an Verbesserungen möglich. Wir verweisen auf unsere langjährigen Forderungen nach SchülerInnen- und Studierendenfreifahrt und Aufhebung der Studiengebühren auch für FH-Studierende. Hier muss sich unbedingt etwas bewegen", so Strobl, Jagsch, Atasoy und Esmailzadeh abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

SJ Wien: Fabian Looman (0699 1 713 9 713)
VSStÖ Wien: Kathrin Glösel (0699 155 66 803)
AKS Wien: Kübra Atasoy ( 0699 196 94 422),
Sassan Esmailzadeh (0650 394 11 57)

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