OTS0203 5 II 0443 VPR0003 CI Do, 01.Okt 2009
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VP-Strobl zum Tag der Schulen: Wiens LehrerInnen sind spitze

Wien (VP-Klub) - Begeistert zeigt sich der Vizepräsident des
Wiener Stadtschulrates, Walter Strobl, von seinen Besuchen an Wiener Schulen, anlässlich des Tags der Schulen. "LehrerInnen zeigen in Wien Unterricht, wie er wirklich ist: moderne Unterrichtsformen, Integrationsklassen, bilinguale Klassen, Klassen mit hohem Migrationshintergrund. Es war überall ein Unterricht ohne Show. In allen besuchten Schulen konnte ich mich wieder einmal von dem hohen Engagement, der Freude am Unterrichten und der Liebe zu den Kindern überzeugen", betont Strobl.

LehrerInnen klagen aber auch ihr Leid über:

  • die Negativkampagne der letzten Monate, dass sie quasi faule Säcke sind, die auch noch zu viel verdienen,
  • teilweise schlimme Arbeitsbedingungen, in oft zu kleinen und zu engen Klassen, in denen es keinen ausreichenden Bewegungsraum für die Schüler gibt,
  • fehlende Arbeitsplätze im Konferenzzimmer,
  • viele sanierungsbedürftige Schulen, in denen der Verputz von den Wänden bzw. der Decke rieselt, Turnsäle veraltet, auch oft zu klein und ohne Gestaltungsmöglichkeiten für einen modernen Bewegungsunterricht sind,
  • Störungen im Unterricht, durch zu viel Kommen und Gehen,
  • zu viele Tätigkeiten, die mit Unterricht nichts zu tun haben, Listen schreiben, Statistiken ausfüllen, medizinische Erhebungen durchführen, Mitteilungen verfassen usw.
  • zu wenig Hilfe in schwierigen Erziehungssituationen.

"Die Politik ist gefordert"

"Es ist tatsächlich unverantwortlich und beschämend, wie mit dem Berufsimage der LehrerInnen in den letzten Monaten umgegangen wurde. Frau BM Schmied ist gefordert, solche Tage der Schulen zu nutzen und sich selbst ein ungetrübtes Bild von den hervorragenden Leistungen der Wiener LehrerInnen zu machen", so Stadtschulrats-Vize Strobl.

In Wien fehle seit 20 Jahren ein Schulentwicklungsplan. In allen größeren Städten in ganz Mitteleuropa gäbe es so ein Instrument. Nur damit sei eine Koordination der aktuellen Schulsituation - von der Sanierungsbedürftigkeit bis zur Fragen der Schülerpopulationen und Geburtenraten in bestimmten Regionen - möglich und damit plan- und berechenbar.
"Schule und LehrerInnen müssen entlastet werden. Wir brauchen keine Diskussion über unbezahlte Mehrarbeit, sondern wir müssen rasch Maßnahmen setzen, um z.B. durch eine moderne Schulsozialarbeit die Schulen von schwierigen und problematischen Erziehungssituationen durch die Jugendwohlfahrt zu entlasten. Jeder Schule muss einen von der Jugendwohlfahrt zur Verfügung gestellten eigenen Sozialpädagogen haben, der Schüler, Eltern und LehrerInnen berät bzw. Maßnahmen setzen kann", fordert Strobl.

"Ich bezweifle, dass man mit einem Fragebogen, der durch die SPÖ-Stadtregierung an alle LehrerInnen und Eltern ergehen soll, dringend anstehende Problemlösungen erreichen wird", betont Strobl abschließend.
Der Tag der Schulen darf als gelungen und als große Chance für die Öffentlichkeit zur Orientierung über das Wiener Bildungssystem gesehen werden. Damit kann die unsägliche Diskussion über die Lehrerarbeitszeit dann hoffentlich sichtbar ad absudum geführt werden.

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