OTS0142 5 II 0344 VPK0006 Fr, 10.Jul 2009
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Cortolezis-Schlager: Frauenquote in UG-Novelle ist Meilenstein für Gleichberechtigung

Wien (ÖVP-PK) - Im Rahmen der gestrigen Plenarsitzung, in der die Novelle des Universitätsänderungsgesetzes thematisiert wurde, betonte ÖVP-Abg. Katharina Cortolezis-Schlager, dass durch die 40-Prozent-Frauenquote ein wirksames Instrument gefunden worden sei, um in der Gleichstellung weiterzukommen: "Internationale Beispiele aus den USA oder Schweden zeigen uns, dass es an den Universitäten einfach Strukturmaßnahmen benötigt, um etwas zu bewegen. BM Dr. Johannes Hahn und seinem Ressort, insbesondere dem Frauenpolitischen Beirat des Wissenschaftsministeriums, ist hier ein Meilenstein hinsichtlich der Gleichstellung in Lehre und Forschung gelungen." ****

Alle Gremien und Organe mit 40 Prozent Frauen zu besetzen, entspreche bereits dem geltenden Bundesgleichbehandlungsgesetz und werde die Erhöhung der Qualität und Transparenz in zentralen Entscheidungsprozessen an den Universitäten sichern.

1993-2008: Anteil der Professorinnen von 5,3 Prozent auf 16,1 Prozent

Trotzdem der Frauenanteil der Professor/innen nur bei etwa 16 Prozent liege, bei über 52 Prozent an weiblichen Studierenden, unterstreicht Cortolezis-Schlager den Fortschritt durch Gleichbehandlungsmaßnahmen:
"1993, zum Zeitpunkt der Novellierung des Bundes-Gleichbehandlungsgesetzes, lag der Frauenanteil der Professor/innen lediglich bei 5,3 Prozent. Im selben Jahr wurden Frauenförderungsmaßnahmen für Frauen im Bundesdienst auf eine gesetzliche Grundlage gestellt und im Universitätsorganisationsgesetz Frauenförderungsbestimmungen geschaffen. 2002 lag die Quote schon bei 11,6 Prozent und 2008 bei 16,1 Prozent - dies zeigt, dass die ab 1993 beschlossenen Maßnahmen ihre Wirkung hatten", so Cortolezis-Schlager.

Wissenschaftliche Neigungen schon im Kindergarten förderungswürdig

Man sei auf dem steinigen Weg der Gleichberechtigung trotzdem noch am Fuße des Berges, fuhr Cortolezis-Schlager fort. Die gläserne Decke, an die Frauen in ihrer wissenschaftlichen Laufbahn und Forschungstätigkeit oft stoßen würden, müssten aufgebrochen werden. Und dies schon viel früher: Wissenschaftliche Begabungen und Neigungen sollten schon im Kindergarten und in der Schule gefördert werden, speziell bei Mädchen.

"Frauen und Männer sind gleichermaßen in Lehre und Forschung im technischen und naturwissenschaftlichen Bereich begabt. Frauen und Männer eignen sich gleichermaßen für den anspruchsvollen Beruf in der Lehre und Forschung, daher muss unser Ziel sein, hier das Potenzial in vollem Umfang zu fördern und zu nutzen", so die Bildungs- und Wissenschaftssprecherin der ÖVP Wien abschließend.
(Schluss)

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