OTS0087 5 CI 0721 MWF0001 II Di, 21.Apr 2009
Wissenschaft / Forschung / Universitäten / FH / Hahn / Budget / BMWF

Zweistelliges Plus für Wissenschafts- und Forschungsministerium

Wissenschafts- und Forschungsministerium erhält in den kommenden beiden Jahren 1,2 Milliarden Euro zusätzlich - verlässliches und stabiles Budget gesichert

Wien (OTS) - "Wissenschaft und Forschung sind klare Schwerpunkte
der Regierungsarbeit, die sich im Budget deutlich wiederfinden: Für das BMWF gibt es ein zweistelliges Plus", betont Wissenschafts- und Forschungsminister Johannes Hahn. Bei allen Eckpfeilern des Budgets -bei den Universitäten, den Fachhochschulen sowie der Forschung - gibt es ein Plus.

Insgesamt stehen dem Wissenschafts- und Forschungsministerium in den kommenden beiden Jahren rund 1,2 Milliarden Euro zusätzlich zur Verfügung.

"Wissenschaft und Forschung brauchen eine stabile und verlässliche Finanzierung - dies wird mit dem vorliegenden Budget gewährleistet", so der Minister. "Der Wachstumspfad wird fortgeführt - der Wissenschafts- und Forschungsstandort Österreich weiterhin gestärkt und ausgebaut." Johannes Hahn sieht im Wissenschafts- und Forschungsbudget "die erforderliche Basis gelegt, um die Krise zu meistern und den kommenden Aufschwung zu nutzen. Wir gehen mit Stärke durch die Krise."

2009 stehen Wissenschaft und Forschung aus dem BMWF 3,4 Milliarden Euro zur Verfügung. Das ist ein Anstieg von 15 Prozent gegenüber 2008 (2,95 Milliarden Euro). Um weitere zehn Prozent steigt das Budget 2010: Das BMWF investiert dann 3,74 Milliarden Euro in Wissenschaft und Forschung.

Universitäten: Verlässliches Paket für drei Jahre "Bei den Universitäten haben wir ein verlässliches Paket für die kommenden drei Jahre geschnürt", so der Minister. Den Unis stehen zwischen 2010 und 2012 1,6 Milliarden Euro mehr zur Verfügung. Das sind jährlich über 500 Millionen Euro mehr als noch 2008. Nach Abzug des Studienbeitragsersatzes in Höhe von 157 Millionen Euro bleibt ein jährliches Plus zwischen 355 und 391 Millionen Euro. Das entspricht einer Erhöhung von 16 bis 17 Prozent trotz Startnachteil durch den Studiengebühren-Beschluss.

Fachhochschulen: Wort gehalten Die vergangenen Sommer zwischen Finanzministerium, Fachhochschulkonferenz und Wissenschaftsministerium vereinbarte Budgeterhöhung für die Fachhochschulen wird umgesetzt: "Wir halten Wort", so der Minister. Die Fachhochschulen bekommen ab 2009/2010 bei der Studienplatzfinanzierung durchschnittlich 13,7 Prozent zusätzlich.

2009 bekommen die Fachhochschulen knapp 190 Millionen Euro. 2010 investiert der Bund erstmals mehr als 200 Millionen Euro (exakt 215,6 Millionen Euro) in die Fachhochschulen. "Das Geld für die Fachhochschulen ist gut investiert, gerade auch in Hinblick auf den Arbeitsmarkt", bekräftigte Johannes Hahn. Die Arbeitslosenquote unter FH-Absolventen liegt bei nur knapp 0,4 Prozent. "Das beweist eindrucksvoll: Wissen schafft Arbeit!"

Verstärkte Förderung der Studierenden Abgerundet wird das Paket für den tertiären Sektor durch den weiteren Ausbau der Studienunterstützung. Im Jahr 2009 stehen 208 Millionen Euro zur Verfügung - das ist ein Plus von 4,1 Prozent gegenüber 2008. 2010 sind es 213 Millionen Euro - das entspricht einem Plus von 6,6 Prozent gegenüber 2008.

Forschung: Der Wachstumspfad wird fortgesetzt "Ohne Forschung kein Fortschritt - mit dem steigenden Forschungsbudget setzen wir die beste und nachhaltigste Investition in die Zukunft", so Hahn. "Eine krisenfeste Forschungsfinanzierung zeichnet sich durch Kontinuität und Berechenbarkeit aus. Mit dem vorliegenden Budget ist dies garantiert."

2009 stehen der Forschung aus dem BMWF rund 301 Millionen Euro zur Verfügung, das bedeutet ein Plus von mehr als 23 Prozent gegenüber 2008. Im Jahr 2010 bekommt die Forschung mehr als 374 Millionen Euro, was eine erneute Steigerung von mehr als 24 Prozent bedeutet.

"Die gesicherten Finanzquellen ermöglichen eine langfristige Perspektive und erhöhen die Krisenfestigkeit."

Stärkung von FWF und ÖAW "Wir haben in einer gemeinsamen Anstrengung den Wissenschaftsfonds (FWF) auf stabile finanzielle Beine gestellt. Die kontinuierliche Förderung der Grundlagenforschung ist gesichert", sagte der Forschungsminister. Von 2009 bis 2013 stehen dem FWF rund 800 Millionen Euro zur Verfügung. Bis 2013 beträgt das FWF-Budget jährlich 160 Millionen Euro. Damit bekommt der FWF im Vergleich zu den vergangenen fünf Jahren 25 Prozent mehr an Mitteln.

Auch bei der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) steigt das Budget: Sie bekommt 2009 zwei Millionen Euro mehr als noch im Jahr davor. Für 2010 kommen nochmals mehr als zwei Millionen Euro dazu.

Positive Entwicklung gesichert "Wissen schafft Arbeit, Innovation schafft Vorsprung. Mit dem Wissenschafts- und Forschungsbudget sind wir gut aufgestellt", fasste der Minister zusammen. "Der Wachstumspfad wird auf einer krisenfesteren Route fortgesetzt."

Hahn sieht in "seinem" Budget auch eine Motivation, dass Unternehmen weiterhin in Forschung investieren. Abschließend bekräftigte der Wissenschafts- und Forschungsminister: "Das Wissenschafts- und Forschungsbudget zeichnet sich durch Stabilität und Verlässlichkeit aus - und genau das braucht der Wissenschafts- und Forschungsstandort Österreich für eine weiterhin positive Entwicklung."

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