OTS0221 5 II 0386 OHG0001 Do, 23.Okt 2008
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ÖH Graz: Chance jetzt wahrnehmen - Ermäßigte Studienkarte des Steirischen Verkehrsverbundes für alle Studierenden

Landtag soll die Entkoppelung von der Familienbeihilfe endlich durchsetzen

Graz (OTS) - In der kommenden Sitzung des Steiermärkischen Landtages am 28. Oktober 2008 soll die Verlängerung der ermäßigten Studienkarte des Steirischen Verkehrverbundes für die kommenden drei Studienjahre beschlossen werden. Trotz eines Beschlusses des Landtages vom 16. Jänner 2007, wonach die Landesregierung aufgefordert wird, eine Entkoppelung des Bezugs der Studienkarte vom Erhalt der Familienbeihilfe zu erreichen, wurde dies bis heute nicht umgesetzt. "Laut des jüngsten Berichts zur Sozialen Lage der Studierenden erhalten lediglich 58,4 Prozent aller Studierenden Familienbeihilfe und sind somit nach dem derzeitigen Modell berechtigt, die vergünstigte Studienkarte zu beziehen", erklärt Florian Ortner, Vorsitzender der ÖH Uni Graz.

Im Vergleich mit den anderen Universitätsstandorten liegt der Steirische Verkehrsverbund und insbesondere die Kernzone Graz (Zone 101) was das Preisniveau anbelangt österreichweit im absoluten Spitzenfeld. Ebenso wie SchülerInnen, sind Studierende im Regelfall auf die Unterstützung durch die Eltern oder staatliche Beihilfen (Familien- und Studienbeihilfe) zur Abdeckung des Lebensunterhaltes angewiesen. Christian Dobnik, Vorsitzender der HTU Graz, fordert daher: "Eine Ausweitung der Freifahrt auch für Studierende würde eine enorme Erleichterung darstellen. Alternativ müsste der Preis der Studienkarte deutlich, wünschenswert wäre auf mindestens 50 Prozent der Halbjahreskarte, gesenkt werden."

Für viele Grazer Studierende stellt das Fahrrad das bevorzugte Verkehrsmittel dar. Viele weichen nur in Ausnahmefällen oder an sehr kalten/niederschlagsreichen Tagen auf öffentliche Verkehrsmittel aus. "Anbetrachts dessen und der extrem hohen Einzelfahrpreise, welche sogar über den Preisen der Wiener Linien liegen, sollte für Studierende, ebenso wie bisher bereits für PensionistInnen vorgesehen, der Bezug von vergünstigten Einzelfahrscheinen zum Halbpreis ermöglicht werden", so Thomas Uttenthaler, Vorsitzender der ÖH an der Kunst-Uni Graz.

Die HochschülerInnenschaften an der Universität Graz, der TU Graz sowie der Kunst-Uni Graz fordern daher den Landtag und die Landesregierung auf:

  • die vollständige Entkoppelung des Bezugs der Studienkarte vom Erhalt der Familienbeihilfe,
  • die Erwerbsmöglichkeit für ermäßigte Einzelfahrkarten auch für Studierende
  • sowie eine generelle Vergünstigung der Semesterstudienkarte auf mindestens 50 Prozent der Halbjahreskarte durchzusetzen.

Im Sinne der Studierenden in der Steiermark, für welche diese Maßnahmen eine massive Erleichterung darstellen würden, wäre eine Einarbeitung dieser wichtigen Punkte notwendig, so Dobnik, Ortner und Uttenthaler abschließen.

Den Offenen Brief finden Sie unter:
http://oeh.uni-graz.at/de/uni_politik/aktuelle_themen/oeff_verkehr/#d
ataset544

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Florian Ortner, Vorsitzender
florian.ortner@uni-graz.at
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