OTS0099 5 II 0403 FMB0001 WI Do, 23.Okt 2008
Politik / Grüne / Lichtenecker / Energie / Erneuerbare / IRENA / Wien

Lichtenecker: Gründung der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) - wichtiger Schritt für den Klimaschutz und Europa

Grüne fordern von Faymann und Pröll vollen Einsatz für den Standort Wien

Wien (OTS) - "Die Grünen begrüßen den weiteren wichtigen Schritt zur Gründung einer Internationalen Agentur für Erneuerbare Energie", so Ruperta Lichtenecker, Umwelt- und Energiesprecherin der Grünen anlässlich der heute beginnenden Vorbereitungskonferenz der Agentur in Madrid. Nach einer ersten Konferenz im April und zwei Workshops im Juni/Juli dieses Jahres findet am 23. und 24. Oktober 2008 in Madrid die letzte Vorbereitungskonferenz statt. Die Gründung der Agentur IRENA soll im Rahmen der Unterzeichnung eines Abkommens Ende Jänner 2009 in Bonn stattfinden.

"Eine internationale Agentur ist die richtige Antwort auf ein globales Problem und die Zukunftsfragen der Energieversorgung und des Klimaschutzes", betont Lichtenecker. "Erneuerbare Energie ist neben den Anstrengungen im Bereich der Energieeffizienz der Schlüssel zum globalen Klimaschutz und dem Ausstieg aus den fossilen Energieträgern. Besonders erfreulich ist, dass sich auch Entwicklungs- und Schwellenländer einbringen."

Ungeklärt ist derzeit auch noch die Frage des Standorts der Agentur. Neben Bonn und Madrid hat auch Wien bereits Interesse gezeigt. Lichtenecker: "Der UNO-Standort Wien wäre prädestiniert als Sitz einer Internationalen Agentur für Erneuerbare Energie. Die Grünen unterstützen diese Pläne und fordern die Minister Faymann und Pröll auf, sich dafür einzusetzen, IRENA nach Österreich zu holen. Denn das wäre ein Signal für die Zukunft der Umwelttechnikwirtschaft in Österreich und birgt enorme Chancen", betont Lichtenecker

IRENA soll als zwischenstaatliche Organisation den nichtkommerziellen Technologietransfer für Erneuerbare Energien und Effizienztechnologien unterstützen, berät Regierungen und internationale Organisationen bei der Entwicklung politischer Strategien und Finanzierungsinstrumenten und stellt die internationale Kommunikation zum Thema erneuerbare Energien sicher. Ausbildungs- und Trainingsmaßnahmen sowie die Zertifizierung und Standardisierung von Technologien für erneuerbare Energien zählen zu weiteren Aufgaben der neuen Agentur. Außerdem schließt sie eine institutionelle Lücke: "Mit IRENA bekommt die Internationale Energieagentur IEA, die aus Sorge um das Erschöpfen der fossilen Energieressourcen gegründet wurde, und die Internationale Atom-Energie-Organisation IAEO endlich auch eine grüne Schwesterorganisation, die sich gezielt mit erneuerbarer Energie beschäftigt", zeigt sich Lichtenecker zufrieden. IRENA steht für alle interessierten Staaten offen, sie beschränkt ihre Tätigkeiten nicht wie die IEA auf die OECD-Staaten. Auch Entwicklungs- und Schwellenländer werden eingebunden. An der Gründung werden sich voraussichtlich rund 60 Staaten - darunter auch Staaten aus Afrika, Asien und Südamerika - beteiligen, ein späterer Einstieg ist möglich. Die USA zählen nicht zu den Gründungsmitgliedern.

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