OTS0082 5 WI 0869 MLA0001 CI Di, 09.Sep 2008
Agrar / Pröll / Nachhaltige Wochen / Handel / Einkaufen / Lebensmittel / Textil

Shopping mit gutem Gewissen

5 Jahre "Nachhaltige Wochen" - an die 40 Handelsketten mit dabei

Wien (OTS) - Sozial und ökologisch verantwortungsvoll Einkaufen:
Das bringt}s nachhaltig, wie die Initiative "Nachhaltige Wochen" zeigt, die bereits zum fünften Mal vom 15. September bis 15. Oktober 2008 in ganz Österreich stattfindet. Unter dem Motto "Bewusst kaufen. Besser leben" weisen an die 40 renommierte Handelsketten mit über 10.000 Filialen gezielt auf Produkte mit ökologischem und sozialem Mehrwert hin.

Initiiert wird die Aktion vom Lebensministerium, in Kooperation mit dem Gesundheitsministerium, der WKÖ, dem Wirtschaftsministerium, der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit im Außenministerium, den Ländern Oberösterreich, Salzburg, Niederösterreich und der Landentwicklung Steiermark.

Der Konsument / die Konsumentin hat die Macht
"Die Nachhaltigen Wochen sollen das neue ethische, ökologische Bewusstsein bei Österreichs Konsumentinnen und Konsumenten stärken", so Bundesminister Josef Pröll, denn der richtige Griff ins Einkaufsregal entscheidet über Umweltqualität, soziale Arbeitsbedingungen vor Ort und Gesundheit. Klar ist aber auch, dass dem Mehrwert dieser Produkte auch Mehrkosten gegenüberstehen. Bio, regional oder fair produzierte Produkte liegen im Trend. Die aktuelle Preisdebatte darf nicht unter dem Motto "alles muss billig sein" geführt werden. Vielfalt und Qualität, gute Lebensmittel und Produkte müssen auch einen entsprechenden Preis haben. Für mehr Transparenz beim Griff ins Regal sorgt die Aktionsmarke "Das bringt}s. Nachhaltig.", mit der Händler "nachhaltige Produkte" ausloben dürfen.

Fast 40 Handelsketten mit über 10.000 Geschäften gemeinsam aktiv An der Aktion beteiligen sich der Lebensmittelhandel (SPAR, REWE, Zielpunkt/Plus, ADEG, Nah&Frisch, MPREIS, Lidl, Hofer, METRO, C+C Pfeiffer und die Weltläden), Bäckereien (Ströck-Brot, Ankerbrot, Kurt Mann, RING), Fleischereien (Schirnhofer, Radatz, Berger und Hörtnagl), die Drogeriemärkte dm und BIPA, der Elektrohandel (Cosmos, Red Zac, Conrad, EXPERT), die Baumärkte OBI und BauMax und der Möbelhandel (Leiner und Grüne Erde). Neu mit dabei ist der Textilwarenhandel mit Fussl Bekleidung und REITER Betten und Vorhänge. Darüber hinaus unterstützen immer mehr selbständige Kaufleute die Aktion.

Naturtextilien im Trend - Chic mit Umwelt-Plus
Öko ist im wahrsten Sinne des Wortes modisch geworden:
DesignerInnen aus aller Welt entwerfen heute Kleidung aus biologisch produzierter Baumwolle, bei uns finden sich vereinzelt sogar Textilien aus heimischen Rohstoffen wie Leinen, Hanf oder Wolle am Markt. Der grüne Trend ist notwendig, denn der konventionelle Baumwoll-Anbau verursacht eine enorme Umweltbelastung durch hohen Pestizideinsatz und Wasserverbrauch.
Bereits 2 von 3 in China produzierten T-Shirts bestehen aus gentechnisch veränderter Baumwolle! Bio-Baumwolle hingegen ist 100 % gentechnikfrei, garantiert keine chemisch-synthetische Düngemittel oder Pestizide und die Ernte erfolgt von Hand ohne hochgiftige Entlaubungsmittel. Auch die Verarbeitung (wie Spinnen, Bleichen, Färben, Bedrucken) ist entscheidend für eine ökologische Textilherstellung. Zertifizierte Naturtextilien bieten hier eine umweltschonende, hautfreundliche Alternative.

Neu: Kontrollierte Biokosmetika am österreichischen Markt
Wer seiner Haut etwas Gutes tun und gleichzeitig einen aktiven Beitrag zum Umwelt- und Tierschutz leisten möchte, greift am besten zu kontrollierter und tierleidfreier Natur- oder neuerdings Bio-Kosmetik. Zertifizierte Biokosmetika sind an den Prüfzeichen von "Austria Bio Garantie", demeter, LACON oder Ecocert erkennbar.

Bio boomt - 20 Prozent Umsatz-Plus im letzten Jahr
In Österreich wirtschaften rund 20.000 Biobauern nach der EU-Bio-Verordnung. Mit rund 14 % der gesamten landwirtschaftlichen Fläche sind wir sogar Spitzenreiter in der EU. 580 Mio. Euro sind allein in Österreich im letzten Jahr damit umgesetzt worden, das entspricht 6 % des gesamten Lebensmittelumsatzes und einem Plus von 20 % gegenüber 2006. Doch warum ist Bio mehr als ein kurzfristiger Wirtschafts- und Gesundheitstrend? Bio enthält mehr Vitamine und Mineralstoffe, schont unseren Boden und das Klima, da beim Bio-Landbau keine chemisch-synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden und sorgt zudem für eine artgerechte Tierhaltung. "Darüber hinaus ist im Bio-Landbau der Einsatz von Gentechnik definitiv verboten", erklärt Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky.

Regionale Qualität: Nähe hat Vorrang
Nicht selten werden Produkte um die halbe Welt gekarrt, bis sie in unseren Einkaufstaschen landen. 20 % aller menschenverursachten CO2-Emissionen stammen aus dem Bereich Ernährung. Mit der Entscheidung für regionale Qualitätsprodukte hingegen schonen wir unser Klima und sichern heimische Arbeitsplätze. "Die Nachfrage nach regionalen Produkten stärkt die regionale Wirtschaft und die Nahversorgung", argumentiert Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl.

Mehr als 350 Produkte mit dem FAIRTRADE-Gütesiegel
In den letzten vier Jahren hat sich im österreichischen Handel der FAIRTRADE-Umsatz vervierfacht. Dieser Erfolg hat einen guten Grund:
"Der faire Handel unterstützt nicht nur die ProduzentInnen in den Entwicklungsländern durch eine gerechte Bezahlung, sondern auch die Natur und wir selbst profitieren durch sehr hohe Qualitätsstandards", erklärt Ursula Plassnik. Rund 70 % der FAIRTRADE-Produkte sind zudem echt Bio.

Bestes Klima auch daheim
Im Möbelhandel und in Baumärkten spielt gesundes Bauen und Wohnen sowie ein sorgsamer Umgang mit den natürlichen Ressourcen eine wichtige Rolle. Ökologisch geprüfte Lacke, Bodenbeläge, Möbel und Heimtextilien sorgen für ein positives Wohnumfeld. Holz mit dem FSC-oder PEFC-Gütezeichen aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern, das ohne Raubbau oder Kahlschlag, umwelt- und sozialverträglich erwirtschaftet wird, schützt unsere Regenwälder, die größten CO2-Speicher der Welt, vor Abholzung.

Energie sparen - Geld sparen
Durch einen sorgfältigen Umgang mit Energie kann jeder Haushalt rund 300 Euro pro Jahr einsparen - ohne Einschränkung der Lebensqualität! Energieeffiziente Haushaltsgeräte, erkennbar am EU-Energielabel (Klasse A!) senken den Stromverbrauch beispielsweise um bis zu 25 %. "Wer eine einzige 100-Watt-Lampe durch eine hochwertige Energiesparlampe ersetzt, spart über die gesamte Nutzungsdauer über 100 Euro", so Wirtschaftsminister Martin Bartenstein.

Der Handel wirbt mit über 60 Millionen Stück an Aktionsflugblättern, Anzeigen, Plakaten, Regalhinweisen. Rund 1,25 Millionen offizielle staatliche Folder, die im Handel aufliegen, informieren begleitend die Bevölkerung.

Rückfragen & Kontakt:

Lebensministerium
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71100 DW 6703, DW 6823

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