OTS0080 5 II 0543 VPR0002 CI Fr, 23.Mai 2008
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VP-Riha und JVP-Kurz: Gewaltprävention durch Family Card

Kinderschutzinformationssystem soll eingerichtet werden

Wien (OTS) - Um Eltern auf ihre Aufgabe besser vorzubereiten haben heute die Gemeinderätin der ÖVP-Wien, Monika Riha und der Landesobmann der JVP-Wien, Sebastian Kurz die Einführung einer Family Card und eines Familienbonus im Ausmaß von insgesamt 500 Euro gefordert. "Anforderungen an Eltern sind gestiegen, viele Eltern sind verunsichert oder überfordert und reagieren oft wenig verantwortlich. Eltern brauchen daher mehr Unterstützung in ihrer Aufgabe des "Eltern-Seins" Mit der Family Card soll genau diese Unterstützung gegeben werden. Eltern sollen durch spezielle Programme auf ihre Aufgaben vorbereitet werden", erklärt Riha die Grundintention hinter der Family-Card.

Zwlt. Family Card - die Weiterentwicklung des Mutter-Kind Passes

Family Card sollte auf Grundlage des bereits bestehenden Mutter Kind Passes entwickelt werden. "Der Pass dient der gesundheitlichen Vorsorge für Schwangere und Kleinkinder. Er beinhaltet Untersuchungen während der Schwangerschaft und bis zum fünften Lebensjahr des Kindes. Und genau dieses Leistungsspektrum, dass mit dem Pass verbunden ist, soll massiv erweitert werden", erklärt der JVP-Landesobmann Sebastian Kurz dazu.

Umfangreiches Kursangebot

Eine Vielzahl von Kursen sollten von Eltern zusätzlich über die Family Card niederschwellig und kostenlos angeboten werden. Bis zum 10.Lebensjahr des Kindes sollen die Kurse in Anspruch genommen werden können. "Gesundheitsfragen, Psychologie, Pädagogik oder Erziehungsfragen, Konflikt- und Stressmanagement - das Spektrum der Kurse soll alles abdecken was Eltern brauchen und den Kindern nützt. ", meint die VP-Gemeinderätin weiters dazu.

Zwt.: 500 Euro Familienbonus als wirtschaftlicher Anreiz

Neben dem pädagogischen "Mehrwert" sollten sich diese Kurse auch wirtschaftlich für die Eltern auszahlen und auf dem Prinzip "3x2x1" aufbauen. "Eltern sollen nach der Geburt des Kindes 3 Kurse innerhalb von 2 Jahren absolvieren und dafür alle 2 Jahre 100 Euro als "Familienbonus" erhalten. Insgesamt können Familien bis zum 10. Lebensjahr des Kindes Bonus von bis 500 Euro lukrieren. "Das schafft", so Sebastian Kurz weiters, "eine win-win-Situation. Die Fort- und Weiterbildung als Mutter und Vater würde sich im Geldbörsel positiv bemerkbar machen und die Familie als Ganzes profitieren!"

Vorsorge ist besser als Nachsorge

Beide bezeichneten die Family Card als "Vorsorge- und Unterstützungsprogramm für Familien". "Im Kern", so Monika Riha, "geht es darum Eltern besser "abzuholen" d.h. zu beraten, zu betreuen und zu begleiten. Und genau dadurch kann intensive, teure Betreuung, die erst eintritt wenn bereits etwas passiert ist, reduziert werden!"

Kinderschutzinformationssystem einführen

Zusätzlich dazu sollte es auch zu einer besseren Vernetzung zwischen Ärzten, Jugendämtern, Exekutive und Justiz kommen. Informationen über Misshandlungs- und Missbrauchsfälle sollten in einem zentralen Kinderschutzinformationssystem erfasst und abgefragt werden können. "Diese bessere Erfassung von Daten wäre sicherlich dazu geeignet, um Fehlentwicklungen in Familien besser gegenzusteuern. Denn Fälle, wo gewalttätige Eltern bewusst den Wohnsitz wechseln, neue Institutionen und Ärzte aufsuchen und damit einer Weiterverfolgung entgehen, wären mit dieser zentralen Datenerfassung automatisch unterbunden," erklärt die VP-Gemeinderätin dazu.

Wien soll Umsetzung in die Wege leiten

Was die Umsetzung dieser Vorschläge betrifft sehen beide das Land Wien in der Pflicht. "Mit der Umsetzung," so Sebastian Kurz , "kann sofort begonnen werden! Verweise auf Zuständigkeiten sind unangebracht!"

Gemeinderätin Monika Riha abschließend: "Das Beste für Kinder ist gerade gut genug. Wenn wir diesem Grundsatz folgen, Eltern unterstützen und Kinder schützen wollen, dann brauchen wir die Family Card!"

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