OTS0319 5 II 0359 SPK0007 AI Fr, 30.Nov 2007
SPÖ / Scheele / EU / Weltklimakonferenz

Scheele: Weltklimakonferenz in Bali große Chance, die richtigen Weichen zu stellen

Wien (SK) - Der Klimawandel hat weltweit weit reichende negative ökologische, wirtschaftliche, soziale und geopolitische Auswirkungen, die auch den Frieden und die Sicherheit auf internationaler Ebene gefährden könnten. Angesichts der am Montag in Bali beginnenden Weltklimakonferenz betont die SPÖ-Europaabgeordnete Karin Scheele, dass dies eine der letzten großen Chancen ist, die richtigen Weichen zu stellen. "In Bali müssen die entscheidenden Schritte zu einem Nachfolgeabkommen zu Kyoto gefunden werden. Dies ist auch von weltpolitischer Bedeutung, denn Klimawandel stellt nicht nur eine umweltpolitische Bedrohung dar, sondern ebenso eine Gefahr für die globalen Menschenrechte." ****

In einer Entschließung in Bezug auf die Konferenz in Bali, die in der letzten Plenarwoche des Europäischen Parlaments in Strassburg angenommen wurde, forderten die Abgeordneten die EU-Verhandler unter anderem auf, die selbstauferlegte Führungsrolle der Union zu untermauern. "Um dem Klimawandel zu begegnen, müssen alle Länder ihren Beitrag leisten. Die größten Fortschritte lassen sich durch die Einbeziehung großer Emissionssektoren in den industrialisierten Ländern erreichen, aber auch die Schwellenländer müssen Teil des Abkommens werden", betont das Mitglied des Klimaausschusses des Europäischen Parlaments Scheele. Die Entschließung fordert daher, dass auch Schwellenländer im Einklang mit ihrem Entwicklungsstand, den Pro-Kopf-Emissionen und den technischen und finanziellen Möglichkeiten zum Kampf gegen den Klimawandel beitragen.

Die jüngste Studie der Europäischen Umweltagentur zeige aber auch auf, dass bis zum Auslaufen des Kyoto-Protokolls noch viele Verbesserungen notwendig seien, so Scheele. Um das Ziel von acht Prozent Emissionsreduktion gegenüber dem Jahr 1990 bis 2012 zu erreichen, müssen neben den derzeit geplanten Maßnahmen zusätzliche eingeführt werden. "Die Umweltagentur geht davon aus, dass das Erreichen der Ziele schwierig, aber realistisch ist. Allerdings darf es bei der Verringerung der weltweiten Emissionen nicht zu einer Forcierung anderer ökologischer Bedrohungen wie der Kernenergie kommen. Daher ist eine Einbeziehung von Kernenergie, bei Mechanismen, die Emissionssenkungen belohnen sollen, strikt abzulehnen", fordert Scheele.

"Die Ziele für die Konferenz müssen realistisch aber ambitioniert sein", so die SPÖ-Europaabgeordnete und erinnert abschließend daran, dass selbst das Ziel einer unbedingt notwendigen Begrenzung der Erderwärmung um 2Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Stand einer gemeinsamen Kraftanstrengung bedarf. (Schluss) js/mp

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

***OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT***

OTS0319 2007-11-30/14:48