OTS0167 5 WI 0473 AIM0001 Do, 08.Nov 2007
Agrar / Gesellschaft / Landjugend / Jugend / Soziales

Landjugend-Diskussionsveranstaltung "Vielfalt leben - gelebte Vielfalt"

"faireGesellschaft" und "faireEnergie" als Arbeitsschwerpunkte 2007

Wien (OTS) - 2007 wurde von der Europäischen Union zum Jahr der Chancengleichheit ausgerufen, und auch die Landjugend Österreich beschäftigt sich heuer in ihrem Arbeitsschwerpunkt mit dem Thema "faireGesellschaft". Im Rahmen dessen lud die Jugendorganisation gestern namhafte Experten zum Podiumsgespräch unter dem Motto "Vielfalt leben - gelebte Vielfalt" in die Wiener Sargfabrik. Dies war zugleich auch die Auftaktveranstaltung zu "Landjugend Reloaded", mit der in Wien lebenden Landjugend-Mitgliedern eine Plattform zum gegenseitigen Meinungsaustausch geboten wird.

Eine prominente Runde - Bundesminister Josef Pröll, Caritasdirektor Michael Landau, Nationalratsabgeordneter Franz-Joseph Huainigg, Christian Würzl von H&M und Nikola Ornig von der Bundesjugendvertretung - folgte der Einladung der Landjugend und diskutierte am Podium Fragen zur gesellschaftlichen Vielfalt.

Pröll: Vielfalt ist eine Quelle der Kraft

Bundesminister Pröll betonte, dass gerade die gesellschaftliche Vielfalt eine Chance und eine Bereicherung sei, denn: "Aus der Vielfalt kann man viel Kraft schöpfen." Um keine Angst vor gesellschaftlicher Vielfalt zu haben, sei es jedoch wichtig zu wissen, zu welchen Werten man steht. Sein Plädoyer: Ein gegenseitiger Dialog ermöglicht ein vorurteilsfreies Miteinander.

Huainigg: Man ist nicht behindert, man wird behindert

Huainigg, Behindertensprecher der ÖVP, führte aus, dass gerade behinderte Menschen einen Beitrag zur Vielfalt leisten -Grundvoraussetzung dafür seien gegenseitiges Verständnis und Toleranz. Barrierefreiheit ist für ihn die Basis, um Vielfalt leben zu können, denn, so Huainigg: "Man ist nicht behindert, man wird behindert."

Landau: Es ist normal, verschieden zu sein

Für Caritasdirektor Landau ist es "normal, verschieden zu sein". Wichtig für eine funktionierende Integration, von der alle Seiten profitieren können, sei es, dass Menschen sich auf gleicher Augenhöhe bewegen. Wichtige Eckpfeiler seien dabei für Landau "der Glaube daran, etwas verändern zu können, die Augen aufzumachen und Freude zu teilen". Dann stehe einer gemeinsam gelebten Vielfalt nichts im Wege.

Landjugend-Arbeitsmotto: Alle anders, alle gleich

Ein Arbeitsmotto der Bundesjugendbewegung lautet "Alle anders -alle gleich", wie Ornig erklärte. Damit soll verstärkt zum Ausdruck gebracht werden, dass Vielfalt unterschiedliche Dimensionen hat und eine Realität ist, die toleriert und beachtet werden muss. Für Würzl von der Modekette H&M könnten ein Abbau der Verständigungsschwierigkeiten und ein gemeinsames Ziel zur Integration beitragen. So könne Vielfalt zu einer Bereicherung aller führen.

Wie erfolgreich die Mitglieder der Landjugend das Motto "Vielfalt leben - gelebte Vielfalt" bereits in ihren persönlichen Bereichen einbringen, zeigen nicht zuletzt die zahlreichen Projekte, die bisher zum Jahresschwerpunkt "faireGesellschaft" durchgeführt wurden.

Die Landjugend Österreich ist mit rund 90.000 Mitgliedern die größte Jugendorganisation des ländlichen Raumes. Ihr Fokus liegt in der Weiterbildung ihrer Mitglieder. Sie betreut unter anderem seit 2005 den EU-weit anerkannten Lehrgang "aufZAQ", eine Ausbildung im jugend- und freizeitpädagogischen Bereich und bietet als einzige Stelle in Österreich landwirtschaftliche Fachpraktika im Ausland an. 2007 widmet sich die Landjugend im Speziellen den Themenschwerpunkten "faireEnergie" und "faireGesellschaft".
(Schluss)

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