OTS0219 5 II 0230 FMB0006 CI Di, 11.Sep 2007
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Lichtenecker: Regierung behindert weiteren Ausbau für Erneuerbare Energien in Österreich

Grüne: Österreich aufgrund seiner verfehlten Energie- und Umweltpolitik Klimaschutzschlusslicht in der EU

Wien (OTS) - "Die von BM Pröll dargestellten rosigen Aussichten für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz in Österreich stimmen leider mit der Realität nicht überein, es fehlt an den notwendigen politischen Rahmenbedingungen", reagiert Ruperta Lichtenecker, Umwelt- und Energiesprecherin der Grünen, auf die heutige Pressekonferenz von BM Pröll.

"Allein in der Stromerzeugung hat der Anteil der Erneuerbaren Energien am Gesamtstromverbrauch ständig abgenommen", so Lichtenecker. Im Jahr 1997 lag der Anteil aller Erneuerbaren Energieträger am Gesamtstromverbrauch bei 70 Prozent. 2002 betrug er nur mehr 68 Prozent, 2005 nur mehr 57,5 Prozent. Mit dem derzeitigen katastrophalen Ökostromgesetz wird weder das mit Österreich vereinbarte EU-Ziel von 78 Prozent bis 2010 noch das Regierungsziel von 85 Prozent bis 2010 erreicht.

"Um den zunehmenden Energieverbrauch in Österreich zu bremsen und eine aktive Klimaschutzpolitik zu betreiben, braucht es die Grüne Energiewende: Energieeffizienzmaßnahmen und den Ausbau der Erneuerbaren Energieträger. Die Totalreform des Ökostromgesetzes nach dem Vorbild des deutschen Gesetzes für Erneuerbare Energien ist daher ein erster, dringend notwendiger Schritt. Im Bereich der Energieeffizienzmaßnahmen propagiert Lichtenecker den "TOP-Runner"-Ansatz. Dabei müssen neue Produkte schon bei Markteintritt die Effizienz-Standards des besten bisherigen Produkts erreichen. In Japan hat dieser Ansatz erheblich zur Verminderung von CO2 beigetragen.

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