OTS0112 5 II 0244 VPK0002 WI Fr, 25.Mai 2007
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Stummvoll: Flöttl bestätigt Zahlung von einer Million Schilling - ohne Gegenleistung - an Vranitzky

Investmentbanker widerspricht damit Zeugenaussage von Elsner

Wien (ÖVP-PK) - Der Investmentbanker und frühere BAWAG-Geschäftspartner Wolfgang Flöttl jun. hat heute im Banken-Untersuchungsausschuss Zahlungen in der Höhe von einer Million Schilling an Alt-Bundeskanzler Dr. Franz Vranitzky bestätigt, obwohl keine Beratung als Gegenleistung stattgefunden hat. Das stellte heute, Freitag, der ÖVP-Fraktionsführer im Banken-Untersuchungsausschuss Dkfm. Dr. Günter Stummvoll anlässlich der Befragung Flöttls fest. Damit gibt es einen massiven Widerspruch zur Aussage von Ex-BAWAG-Generaldirektor Helmut Elsner im Untersuchungsausschuss, aber auch von Alt-Bundeskanzler Vranitzky, der öffentlich erklärt hat, er habe Flöttl hinsichtlich der Euro-Einführung beraten. ****

Flöttl sagte in der Sitzung aus, dass Elsner "starken Druck" auf ihn ausgeübt habe, Alt-Bundeskanzler Vranitzky als Consulter zu beschäftigen, obwohl dafür bei Flöttl kein Bedarf war. Denn während Vranitzky, seit 1997 Konsulent der Westdeutschen Landesbank, am europäischen Kapitalmarkt tätig war, engagierte sich Flöttl insbesondere am japanischen Markt. Obwohl Flöttl dies auch Elsner gesagt haben soll, hätte dieser auf die Überweisung von einer Million an Vranitzky bestanden. Und obwohl keine Consulting-Leistung stattfand, habe es auch keine Rücküberweisung von Seiten Vranitzkys gegeben, so Flöttl. Elsner wollte sogar, dass Flöttl noch einmal eine Summe überweise, was dieser abgelehnt habe.

"Das widerspricht den Aussagen Elsners, der im Banken-Untersuchungsausschuss noch behauptete, keinen Druck auf Flöttl ausgeübt zu haben. Es stellt sich die Frage, was hier wirklich gelaufen ist", so Stummvoll abschließend.
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