OTS0022 5 CI 0337 NEF0002 II Fr, 25.Mai 2007
Verkehr / Bahn / Dienstleistungen / Tirol / Politik / Medien

ÖBB - Abschied von Nahverkehrschefin Wilhelmine Goldmann: ÖBB befassen sich seit Monaten mit internen Streitereien. Das Kundenservice für Fahrgäste bleibt teilweise auf der Strecke! Verantwortliche PolitikerInnen schauen tatenlos zu!

Schwaz in Tirol (OTS) - Der "ArbeitsKreis FAHRGAST Tirol" nimmt
das laut Medienberichten angeblich für Ende Mai geplante Ausscheiden der Vorstandsdirektorin für den ÖBB-Nahverkehr, Dipl.-Kfm. Wilhelmine Goldmann, zum Anlass, um wieder einmal darauf hinzuweisen, dass bei den ÖBB die berechtigten Interessen der Fahrgäste teilweise vernachlässigt werden. Das Kundenservice wird insbesondere im Nahverkehr ständig miserabler, weil immer mehr Züge ohne ZugbegleiterInnen und damit ohne Kundenservice unterwegs sind. Man lässt die Fahrgäste trotz steigender Preise im Nahverkehr teilweise ohne Kundenservice "im Regen stehen". Das ist umso ärgerlicher, wenn man bedenkt, dass die vorzeitige Auflösung des bis Ende 2009 laufenden Vertrages von Dipl.-Kfm. Wilhelmine Goldmann laut Medienberichten einige hunderttausend Euro kosten soll. Angeblich wird es dieses Mal nicht so teuer, wie damals als Generaldirektor Rüdiger vorm Wald mit ca. 1,1 Millionen Euro vorzeitig aufs Abstellgleis befördert wurde, da die Kosten nach bisher nicht bestätigten Meldungen "unter 800.000 Euro" bleiben sollen.

Als gewöhnlicher Fahrgast hat man den Eindruck, dass "in den höheren ÖBB-Etagen" nicht unbeträchtliche Summen verschleudert werden, indem z.B. Verträge vorzeitig aufgelöst werden, während "unten an der Basis" eingespart wird, indem man Personal und das zugehörige Kundenservice zum Teil ersatzlos abbaut. So schafft man zum 1. Juli 2007 - um ein konkretes Beispiel zu nennen - im Tiroler Inntal die ZugbegleiterInnen und das damit verbundene Kundenservice in den neuen ÖBB-Talent-Triebwagen tagsüber ab.

Der "ArbeitsKreis FAHRGAST Tirol" protestiert im Interesse der Fahrgäste gegen diese "Unternehmensphilosophie" auf das Schärfste!!! Diese Kritik richtet sich auch an die verantwortlichen, tatenlos zuschauenden PolitikerInnen. Denn die ÖBB stehen immerhin im "öffentlichen Eigentum". Insofern wäre auch von politischer Seite dafür Sorge zu tragen, dass der angesprochene Kundenserviceabbau "zur Finanzierung vorzeitiger Vertragsauflösungen und sonstiger Folgekosten interner Streitereien" umgehend unterbunden wird, da diese Entwicklung nicht im Interesse der Fahrgäste stehen kann.

Rückfragen & Kontakt:

Martin Teißl
Sprecher des ArbeitsKreises FAHRGAST Tirol
Pirchanger 73, 6130 Schwaz in Tirol
mailto: MartinTeissl@gmx.at
http://www.fahrgast-tirol.at

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