OTS0219 5 II 0241 AKW0004 WI Mi, 16.Mai 2007
Steuern / Schenkungssteuer / Arbeiterkammer

Schenkungssteuer: AK fordert Reparatur und keine Abschaffung

Aus für die Schenkungssteuer verursacht 500 Millionen Euro Ausfälle bei Einkommenssteuer, Grunderwerbs- und Grundsteuer

Wien (OTS) - Für den Fall einer Aufhebung durch den Verfassungsgerichtshof verlangt die Arbeiterkammer eine Reparatur der Schenkungssteuer und nicht deren Abschaffung fordert die Arbeiterkammer. "Es geht bei einer möglichen Abschaffung der Schenkungssteuer nicht nur um 35 Millionen Euro weniger Steuereinnahmen", sagt AK Direktor Werner Muhm, "es geht darum, dass mit dieser Maßnahmen wieder nur die Superreichen begünstig werden. Es geht darum, dass damit 500 Millionen Euro Ausfälle bei der Einkommenssteuer, der Grunderwerbs- und der Grundsteuer vorprogrammiert sind. Und es geht darum, dass die Basis für eine überfällige Steuerstrukturreform weg ist, wenn vorher die letzten Vermögensabgaben abgeschafft werden. Daher sehen wir eine mögliche Abschaffung der Schenkungssteuer so besonders kritisch." Durch eine Abschaffung von Erbschafts- und Schenkungs-steuer werde die Steuerschieflage in Österreich noch größer, warnt Muhm. Bei der Vermögensbesteuerung liege Österreich bereits jetzt mit der Slowakei ex aequo am drittletzten Platz in der OECD - knapp vor Tschechien und Mexiko. Dafür ist Österreich Weltrekordhalter bei den lohnsummenabhängigen Abgaben. "Wir brauchen eine Reform der Steuer-und Abgabenstruktur in Österreich", sagt Muhm, "auf dem Faktor Arbeit liegt eine viel zu hohe Steuerlast. Wir wollen eine Entlastung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und wir wollen ein faires Steuersystem, das die Beschäftigung in Österreich fördert."

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