OTS0238 5 II 0352 VHO0001 Mi, 09.Mai 2007
Soziales / Ausländer / Integration / Politik / Hilfe

Volkshilfe: Positionspapier der IV zur Migrationspolitik erfreulicher Anstoß

Der Präsident der Volkshilfe Österreich Josef Weidenholzer fordert koordinierte Maßnahmen

Wien (OTS) - Präsident Weisenholzer sieht "hinter den einseitigen Aufforderungen, Zuwanderungswillige müssen sich "integrieren" nicht viel mehr als den plumpen Zwang zur Assimilation. Doch damit können wir keine Probleme lösen," so Weidenholzer.

Daher begrüßt Präsident Weidenholzer auch das heute vorgelegte Positionspapier der Industriellenvereinigung als wichtigen Anstoß zur weiteren Debatte. Besonders wichtig ist für Weidenholzer "die Betonung von dringend notwendigen Maßnahmen für die bereits im Lande befindlichen Menschen mit Migrationshintergrund. Diesen Menschen eine Perspektive im Leben zu geben ist eine humane Verpflichtung, aber auch eine ökonomisch wichtige Aufgabe. Denn derzeit wird das Potenzial dieser jungen Menschen mit Füßen getreten. Alle Anstrengungen im Bildungs- und Ausbildungsbereich sind Investitionen in den sozialen Frieden in Österreich. "

Für die Volkshilfe ist es wichtig, darauf hinzuweisen, dass Integration immer ein wechselseitiger Prozess ist, für den es Bereitschaft von der Mehrheitsbevölkerung ebenso braucht wie jene von Menschen mit Migrationshintergrund. Hier ist noch viel Bewusstseinsarbeit zu leisten, bei der die Industriellenvereinigung ein gern gesehener Partner ist.

Für ein Integrationspaket, das den Namen auch verdient, sind Maßnahmen im Bildungsbereich ebenso wichtig wie der freie Zugang zum Arbeitsmarkt. Ein solches Paket, das auch den diskriminierungsfreien Zugang zu Sozialleistungen enthält, fordert die Volkshilfe Österreich ein.

Eine Forderung der IV, die soziale Hilfsorganisationen wie die Volkshilfe seit langem stellen, ist die Verknüpfung von Aufenthalts -und Arbeitsbewilligung. Arbeit steht am Beginn aller Integrationsbemühungen. Im Rahmen von EQUAL - Projekten hat die Volkshilfe in den vergangenen Jahren konkrete Modelle für eine dringend notwendige Chancengleichheit erarbeitet. Etwa das mit EU-Finanzierung umgesetzte Projekt IKAP, in dem auf kommunaler Ebene Strukturen erarbeitet werden, um die Bedürfnisse und Potenziale von MigrantInnen im Arbeitsmarkt besser nutzen und berücksichtigen zu können. Die demographischen Entwicklungen speziell im Pflegebereich berücksichtigt "Diversity@Care", ein EU-Projekt, welches einerseits MigrantInnen den Zugang zu Berufen in der mobilen Pflege und Betreuung erleichtert und andererseits die Bedürfnisse von MirantInnen mit Pflegebedarf in den Mittelpunkt rückt, um die Lebensqualität von SeniorInnen mit Migrationshintergrund zu erhöhen.

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