OTS0242 5 AI 0412 MAA0001 Fr, 13.Apr 2007
Außenpolitik / Winkler / Mosambik / EZA

Winkler: "Persönliche Kontakte können nicht ersetzt werden"

Staatssekretär Hans Winkler besucht Mosambik

Maputo (OTS) - "Jedes Land hat die Verpflichtung, für Sicherheit und Stabilität für die Bürger im eigenen Land zu sorgen. Kriegerische Auseinandersetzungen und Konflikte schaffen nicht nur menschliches Leid, sie zerstören auch die notwendigen Lebensgrundlagen. Mosambik hat sich in den letzten Jahren aus den Wirren des Bürgerkrieges zu einem demokratischen Land entwickelt. Die weitere Festigung demokratischer Strukturen und die Stabilisierung des Friedens liegen in der politischen Verantwortung des Landes. Der internationalen Gemeinschaft obliegt jedoch auch die moralische Verpflichtung, einen konkreten Beitrag zur gedeihlichen Entwicklung zu leisten", so Staatssekretär Hans Winkler.

Im Rahmen eines zweitägigen Besuches in Mosambik traf der Staatssekretär mit Außenministerin Alcinda António de Abreu, sowie mit Mitgliedern der Provinzregierung Sofala zu einem Arbeitsgespräch zusammen. In Anwesenheit des Vize-Ministers für Bildung und Kultur, Luis Covane, eröffnete Staatssekretär Winkler das neue Büro der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit in Maputo und besuchte zwei österreichische Entwicklungsprojekte in der Provinz Sofala.

"Die Überschwemmungen in Mosambik Anfang des Jahres waren die schwersten seit der großen Flutkatastrophe vor rund sieben Jahren. Naturkatastrophen dieser Art treffen die ärmsten Menschen besonders hart. Für den Wiederaufbau der Infrastruktur und landwirtschaftlicher Produktion, den Bau von Häusern, der Schaffung der notwendigen Lebensgrundlagen sind Länder wie Mosambik auf Hilfe von außen angewiesen", so Winkler. Österreich stellte zusätzlich zu den jährlichen Leistungen im Rahmen der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit 500.000 Euro für konkrete und schnelle Hilfe für Flutopfer zur Verfügung, wobei Projekte im Bereich Wasser-und Siedlungshygiene einen besonderen Stellenwert einnehmen.

"Afrika in seiner Vielfalt und Unterschiedlichkeit ist längst ein wichtiger Partner Österreichs und der EU geworden. Europa braucht ein starkes und handlungsfähiges Afrika". In den letzten Jahren hat sich der Dialog mit Afrika, insbesondere mit der Afrikanischen Union, zusehends verdichtet. Seit rund sieben Jahren gab es kein Treffen mehr auf Ebene der Staats- und Regierungschefs zwischen der EU und Afrika. "Der Wert persönlicher, politischer Gespräche, sowie konkreter wirtschaftlicher Initiativen lassen sich auch in der Zeit der zunehmenden Vernetzung nicht ersetzen. Ich hoffe, dass eine weitere politische und wirtschaftliche Vertiefung der Zusammenarbeit unserer Kontinente noch in diesem Jahr stattfinden kann", so Winker im Hinblick auf den für Ende des Jahres geplanten EU-Afrika Gipfel in Lissabon.

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit trägt durch vielfältige Projekte dazu bei, Frieden, Stabilität und Aufschwung in der Region zu sichern. Das Projektvolumen der OEZA in Mosambik beträgt derzeit rund 4 Millionen Euro pro Jahr.

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