OTS0138 5 CI 0452 MLA0002 WI Fr, 13.Apr 2007
Umwelt / Energie / Pröll / Kraftstoffe / Biodiesel / Klimaschutz / Enns

PRÖLL: Umweltfreundliche Kraftstoffe für verbesserten Klimaschutz

Biodieselanlage in Enns eröffnet - Produktion eines Drittels des österreichischen Biodieselbedarfs

Wien (OTS) - Die neue Anlage zur Herstellung von Biodiesel in Enns ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Mit einer Produktionskapazität von 110.000 Tonnen, das sind 124 Millionen Liter, pro Jahr wird ein Drittel des österreichischen Bedarfs an Biodiesel abgedeckt. Das ist ein wesentlicher Schritt zur Umsetzung der EU-Biokraftstoffrichtlinie in Österreich", sagte Landwirtschafts-und Umweltminister Josef Pröll heute bei der Eröffnung der neuen Biodieselanlage in Enns.

In Österreich hat die Kapazität zur Produktion von Biodiesel in den letzten Jahren stark zugenommen. 2005 wurden rund 100.000 Tonnen Biodiesel in Österreich produziert, heuer wird die Kapazität auf rund 400.000 Tonnen ansteigen. Nachdem derzeit etwa 300.000 Tonnen Biodiesel in Form der Beimischung in Österreich abgesetzt werden, deckt die Biodiesel-Anlage in Enns mit einer Kapazität von 110.000 Tonnen ein Drittel des österreichischen Bedarfs.

Die Anlage zur Herstellung von Biodiesel aus Rapsöl wurde von der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich und Neckermann Renewables GmbH errichtet. Die Jahreskapazität der Biodieselanlage beträgt 110.000 Tonnen Biodiesel (124 Millionen Liter). Hauptabnehmer des Biodiesels wird die OMV sein. Das Gesamtinvestitionsvolumen der Anlage betrug 45 Millionen Euro, es wurden 31 Arbeitsplätze in der Region geschaffen. Beginnen mit Jänner 2007 wurde die Produktion sukzessive hochgefahren, mittlerweile läuft Österreichs größte Biodieselanlage im Normalbetrieb.

Mit 1. Oktober 2005 ist die erste Phase der Umsetzung der EU-Biokraftstoffrichtlinie in Kraft getreten. Österreichweit müssen 2,5 Prozent der in Verkehr gebrachten Otto- und Dieselkraftstoffe substituiert werden. Derzeit werden bereits rund 3,2 Prozent der fossilen Kraftstoffe durch die Beimischung von Biodiesel zu Dieselkraftstoff substituiert. Österreich zählt damit europaweit zu den Vorreitern, so Pröll.

Mit Herbst 2007 tritt die zweite Phase der Umsetzung in Kraft. Der Zielwert erhöht sich auf 4,3 Prozent. Bereits 2008, also zwei Jahre früher als von der EU gefordert, wird der Zielwert von 5,75 Prozent Beimischung erreicht werden. Die neue Biodieselanlage in Enns leistet einen wichtigen umweltpolitischen Beitrag zum Erreichen der österreichischen Klimaschutzziele, streicht Landwirtschafts- und Umweltminister Josef Pröll die Bedeutung von alternativen Kraftstoffen hervor.

Die am 8. Mai 2003 vom Europäischen Parlament und vom Rat erlassene "Richtlinie zur Förderung der Verwendung von Biokraftstoffen oder anderen erneuerbaren Kraftstoffen im Verkehrssektor" soll die Verwendung von Biokraftstoffen oder anderen erneuerbaren Kraftstoffen als Ersatz für Otto- und Dieselkraftstoffen im Verkehrssektor in den einzelnen Mitgliedstaaten fördern. Diese Richtlinie fordert die Mitgliedsstaaten auf, Mindestanteile von Biokraftstoffen in ihren Märkten in Verkehr zu bringen und dafür nationale Richtwerte festzulegen. Als Bezugswert für die nationalen Richtwerte werden in der Richtlinie zwei Stufen genannt: 2 Prozent aller Otto- und Dieselkraftstoffe für den Verkehrssektor (gemessen am Energiegehalt) bis 31. Dezember 2005 sowie 5,75 Prozent bis 31. Dezember 2010.

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