OTS0089 5 II 0254 NSN0001 Do, 22.Mär 2007
Politik / Sicherheit / Kriminalität / Exekutive / Niederösterreich

Findeis: Jeder zweite Grenzüberwachungsposten könnte zugesperrt werden

Alle Polizeiinspektionen in den Grenzregionen müssen erhalten bleiben

St. Pölten, (SPI) - In den Bezirken Mistelbach, Hollabrunn und Gänserndorf sorgen derzeit jeweils zwei Grenzpolizeiinspektionen für die Überwachung der Schengengrenze Niederösterreichs. Hinweise aus dem Innenministerium deuten nun darauf hin, dass mit dem Wegfall der Schengen-Kontrollen mit Jahresbeginn 2008 jede zweite Polizeiinspektion zugesperrt werden soll. "Dies wäre eine massive Ausdünnung der Sicherheitsstrukturen in den Bezirken. Im Bezirk Mistelbach gibt es mit den Inspektionen Laa/Thaya und Großkrut zwei Dienststellen, die auf die Grenzüberwachung spezialisiert sind. Mit dem Fall der Grenzkontrollen zu Beginn 2008 wird nicht gleich ‚eitle Wonne’ ausbrechen - ganz im Gegenteil brauchen die Bezirke weiterhin eine starke Polizeipräsenz und entsprechende Überwachung des Hinterlandes", so der Mistelbacher SP-Mandatar und SPNÖ-Sicherheitssprecher, LAbg. Hermann Findeis.****

Niederösterreich ist durch seine lange Außengrenze hier sicher in einer besonderen Situation. Die nach wie vor hohe Kriminalitätsrate stellt die Exekutive vor große Herausforderungen und verunsichert die Bevölkerung, zumal immer häufiger Fälle im Zusammenhang mit international organisierter Kriminalität stehen. Deshalb ist es notwendig, auch nach dem Fall der Schengen-Grenze den Bezirken Mistelbach, Hollabrunn und Gänserndorf besondere Aufmerksamkeit zu widmen. "Für die Grenzüberwachung, eine verstärkte Streifentätigkeit, Schleierfahndung und für gezielte Schwerpunktaktionen gegen die organisierte Kriminalität oder das Schlepperunwesen brauchen wir nicht nur genügend Personal, sondern auch entsprechende Dienststellen. Die Schließung von drei weiteren Polizeiinspektionen im Weinviertel wäre damit ein völlig falscher Schritt", so Findeis. (Schluss) fa

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