OTS0071 5 II 0468 NRK0009 CI Do, 22.Mär 2007
Integration / Frauenberger / Antirassismus / ZARA

Frauenberger: Aktive Antirassismusarbeit ist zentrales Anliegen

Beitritt Wiens zu Europa Städtekoalition gegen Rassismus

Wien (OTS) - Anlässlich des aktuellen ZARA - Rassismus Reports unterstrich Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger die große Bedeutung der Arbeit von ZARA, des Vereins für Zivilcourage und Antirassismusarbeit. ZARA sei, so Frauenberger, nicht nur als Beratungsstelle, als Anwältin der Rassismusopfer unverzichtbar, sondern leiste auch einen eminenten Beitrag in der Bewusstseinsarbeit gegen Rassismus. Die Stadt Wien setze daher seit jeher auf Antirassismus, Antidiskriminierung und Empowerment von benachteiligten Gruppen und unterstützt daher ZARA auch finanziell, erklärte sie.

Frauenberger verwies außerdem darauf, dass im Wiener Gemeinderat am 2. März mit den Stimmen von SPÖ, ÖVP und Grünen der Beitritt zur europäischen Städtekoalition gegen Rassismus und damit auch zum 10 Punkte umfassenden Aktionsplan der Städtekoalition beschlossen worden ist. Der Beitritt ist eine Initiative von Bürgermeister Dr. Michael Häupl und ein Beitrag zum "Europäischen Jahr der Chancengleichheit für alle".

Frauenberger: "Antirassismus und Zivilcourage muss zur Selbstverständlichkeit in allen Lebensbereichen werden"

Dazu Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger: "Der Städtekoalition beizutreten bedeutet, das Engagement der Stadt Wien in diesem Bereich auf europäischer und internationaler Ebene offiziell zu erklären, die Wichtigkeit des bestehenden Engagements zu betonen und auch ein Signal zu setzen, dieses Engagement in Zukunft auf allen Ebenen zu verstärken. Es geht dabei um nichts weniger als, dass Zivilcourage, das entschiedene Auftreten gegen Rassismus zur Selbstverständlichkeit wird und zwar in allen Lebensbereichen. Dafür braucht es aber konkrete Maßnahmen und Aktionen als Grundlage. Und Wien ist bereits jetzt im Sinne des Aktionsplanes der europäischen Städtekoalition aktiv und offensiv."

10 Punkte - Aktionsplan

Die Europäische Städtekoalition gegen Rassismus wurde am 10. Dezember 2004 in Nürnberg gegründet und geht auf eine Initiative der UNESCO aus dem Jahr die 2004 zurück. Mit der Gründung der Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus wurde folgender "Zehn-Punkte-Aktionsplan" zur Bekämpfung von Rassismus auf kommunaler Ebene verabschiedet:

1. Verstärkte Wachsamkeit gegenüber Rassismus 2. Bewertung der örtlichen Situation und der kommunalen Maßnahmen 3. Bessere Unterstützung für die Opfer von Rassismus und Diskriminierung 4. Bessere Beteiligungs- und Informationsmöglichkeiten für die Bürger/innen 5. Die Stadt als aktive Förderin gleicher Chancen 6. Die Stadt als Arbeitgeberin und Dienstleisterin im Sinne der Gewährleistung von Chancengleichheit und Gleichberechtigung 7. Chancengleichheit auf dem Wohnungsmarkt 8. Bekämpfung von Rassismus und Diskriminierung durch Bildung und Erziehung 9. Förderung der kulturellen Vielfalt 10. Entwicklung von Maßnahmen zum Umgang mit Rassistische Gewalttaten und Förderung von Konfliktmanagement

Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger abschließend: "Der Beitritt zur Städtekoalition wird erfreulicher Weise auch von den Grünen und der ÖVP mitgetragen. Das ist auch ein wesentlicher Schritt hin zu jenem breiten Bündnis für Integration und gegen Rassismus -quer durch alle Bevölkerungsschichten und quer durch alle Politikbereiche, für das ich als Wiener Integrationsstadträtin stehe und wofür die Wiener Integrationspolitik steh." (Schluss) gph

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