OTS0205 5 WI 0490 MWA0003 CI Do, 01.Mär 2007
Arbeitsmarkt / BMWA / Frauen / Jugend / Marek

Marek zum Arbeitsmarkt: Lehrling von heute - Facharbeiter von morgen

Zahl der arbeitslos gemeldeten Frauen Ende Februar 2007 um 5,8 Prozent gesunken - Zahl der arbeitslos gemeldeten Jugendlichen um 9,9 Prozent

Wien (OTS/BMWA) - Als "gute Nachricht zum Weltfrauentag am 8.
März" bezeichnete Staatssekretärin Christine Marek bei der gemeinsamen Präsentation der Arbeitsmarktdaten mit Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein und AMS-Vorstand Herbert Buchinger die sinkenden Frauen-Arbeitslosenzahlen. "Der positive Trend bei Frauen als auch bei den Jugendlichen am Arbeitsmarkt setzt sich fort", so Marek. Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Frauen ist um 5,8 Prozent gesunken, die Zahl der arbeitslos gemeldeten Jugendlichen um 9,9 Prozent.

Ende Februar 2007 waren mit 100.955 Frauen um 6.268 weniger arbeitslos gemeldet als vor einem Jahr. Das entspricht einem Rückgang von 5,8 Prozent. Erfreulich auch die Frauenarbeitslosenquote nach Eurostat mit 4,9 Prozent, womit sich Österreich im internationalen Vergleich EU-weit vom sechsten auf den fünften Platz vorarbeiten konnte. Den Grund für den signifikanten Unterschied zum Rückgang der Männer-Arbeitslosigkeit (-14,1 Prozent) sieht Marek in der durch die Konjunktur als auch wetterbedingten guten Entwicklung der Baubranche, die natürlich männerdominiert ist. Dagegen sei der Rückgang im Tourismusbereich weniger ausgeprägt.

Ein weiteres Ungleichgewicht bestehe bei den Teilzeitstellen, so Marek. Während Ende Februar 2007 3.351 offene Teilzeitstellen gemeldet waren, betrug die Zahl der vorgemerkten arbeitslosen Frauen mit dem Wunsch nach Teilzeit 30.292. "Die Nachfrage nach Teilzeitstellen ist nach wie vor sehr hoch", so Marek und das sei auch zu akzeptieren. Viele Mütter wollen Teilzeit arbeiten, um möglichst viel Zeit mit ihrem Kind verbringen zu können. Allerdings bedeuten Teilzeitstellen auch Nachteile für die Frauen beim Gehalt als auch bei den Pensionen. Umso mehr sei es von großer Relevanz, qualifizierte Teilzeitstellen zu fördern.

Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Jugendlichen ist um 4.523 bzw. 9,9 Prozent gesunken. "Für uns ist jeder arbeitslose Jugendliche einer zuviel", so Marek. Allerdings befinde sich Österreich mit einer Jugendarbeitslosenquote nach Eurostat von 8,8 Prozent (-0,9 Prozent) im europäischen Spitzenfeld an vierter Stelle (im Durchschnitt der EU-27 liegt dieser Wert bei 16,5 Prozent). Die Zahl der Lehrstellensuchenden ist um, 5,3 Prozent gesunken.

Angesichts der Facharbeiterdebatte wies Marek darauf hin, dass seit Einführung des Blum-Bonus im Herbst 2005 die Lehrlingszahlen wieder steigen (2006: + 2,2 Prozent im 1. Lehrjahr, + 2,9 Prozent insgesamt). "Unser Ziel bleibt es, die Lehre weiter attraktiver für junge Menschen zu machen und das Image der Lehre durch verschiedene Maßnahmen zu verbessern. Die Lehre muss wieder cool und sexy werden", so Marek. Schließlich sei "der Lehrling von heute der Facharbeiter von morgen".

Wenn man die Lehrlingszahlen nach den Berufen Schlosser/in, Schweißer/in und Dreher/in betrachte, sehe man auch, dass die Lehrlingszahlen in diesen Bereichen signifikant steigen (2006:
Schweißer/innen + 57,6 Prozent). Das Problem sei jedoch, dass das Interesse der Jugendlichen an diesen Berufen wenig ausgeprägt ist. Hier müsse man auch gemeinsam mit der Wirtschaft überlegen, wie diese attraktiver gestaltet werden können, so Marek abschließend.

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