OTS0158 5 II 0281 NGB0001 WI Di, 13.Feb 2007
Innenpolitik / WIFO / Konjunktur / ÖGB / Hundstorfer

ÖGB: ArbeitnehmerInnen müssen an der Konjunktur beteiligt werden

Hundstorfer: Aufschwung soll für dauerhafte Konjunktur genutzt werden

Wien (ÖGB) - "Die erfreuliche Momentaufnahme des WIFO muss jetzt genutzt werden, damit der beginnende Aufschwung in eine dauerhafte Konjunktur mündet, von der auch die ArbeitnehmerInnen profitieren", sagt ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer anlässlich der heute veröffentlichten Schnellschätzung des Wirtschaftsforschungsinstituts.++++

Mit dem neuen, auf mehr Wirtschaftswachstum und höhere Beschäftigung ausgerichteten Regierungsprogramm bestehe nach vielen Jahren erstmals wieder die Möglichkeit, die schlechte Arbeitsmarktlage in Österreich zu verbessern. Dazu sei es aber nicht ausreichend, sich nur auf die Prognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute zu verlassen. Denn die Wifo-Prognose zeige, dass die Konsumnachfrage nicht anspringen wird und dass es Wirtschaftsbereiche gibt, die keine Anzeichen von Belebung aufzeigen.

"Deshalb müssen jetzt die im neuen Regierungsprogramm für eine nachhaltige Verbesserung der Arbeitsmarktlage vorgesehenen Maßnahmen energisch und ohne Zeitverlust umgesetzt werden", sagt Hundstorfer. "Dazu zählen massive Investitionen in die Infrastruktur, in Forschung, Entwicklung und Innovation sowie in Bildung und eine vorgezogene Steuerreform für kleine und mittlere Einkommen, um die Binnennachfrage zu stabilisieren."

Zu den derzeitigen Arbeit suchenden Menschen werden binnen fünf Jahren nochmals rund 120.000 Menschen dazu kommen, die ebenfalls mit Arbeit ihren Lebensunterhalt bewerkstelligen müssen: 70.000 aus den demographischen Veränderungen und weitere 50.000 Menschen, die infolge der Pensionsreform der alten Regierung erst später in Pension gehen können werden. "Jetzt ist keine Zeit mehr zu verlieren, jetzt muss unverzüglich angepackt werden", fordert der ÖGB-Präsident. "Denn der Null-Defizit-Fetischismus-um-jeden-Preis der vorigen Regierung hat sich als völlig falscher Ansatz erwiesen, um dem Problem der hohen Arbeitslosigkeit Herr zu werden."

ÖGB, 13. Februar 2007 Nr. 109

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