OTS0037 5 WI 0364 NGB0001 II Mi, 24.Jän 2007
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GPA-DJP: Erfolg der Call-Center-Kampagne

Weniger Umgehungsverträge

Wien (GPA-DJP/ÖGB) - "Immer mehr Call-Center stellen nun ihre MitarbeiterInnen fix an, die Zahl der Umgehungsverträge geht zurück. Unsere Kampagne "Call GPA" für die Beschäftigten in Call-Centern war erfolgreich", stellt Claudia Kral-Bast, Leiterin des Geschäftsbereichs Interessensvertretung in der GPA-DJP, erfreut fest. "Unser wichtigstes Ziel bei der Kampagne war es, die Branchenkultur der Umgehungsverträge zu beenden. Wir begrüßen daher den neuen Trend zu gesicherten Anstellungen, machen aber gemeinsam mit vielen AkteurInnen aus der Branche weiter Druck, um die Arbeitsbedingungen in Call-Centern insgesamt zu optimieren." ++++

In externen Call-Centern sind viele Beschäftigte nicht angestellt, sondern nur als freie DienstnehmerInnen engagiert. Dabei handelt es sich allerdings in den meisten Fällen um verdeckte Dienstverhältnisse. In ihrer Kampagne "Call GPA" hat sich die GPA-DJP die Verbesserung der Beschäftigungsbedingungen in Call-Centern zum Ziel gesetzt und auf die Missstände aufmerksam gemacht.

Mittlerweile haben die Gebietskrankenkassen begonnen, die Call-Center-Branche flächendeckend zu prüfen. Umgehungsverträge sind unzulässig, da dabei nicht alle vorgeschriebenen Versicherungsbeiträge abgeführt werden. Für atypisch beschäftigte Call-Center-Agents, die freie DienstnehmerInnen oder WerkvertragsnehmerInnen sind, fordert die GPA-DJP daher die Einbeziehung in die gesetzliche Arbeitslosenversicherung und gleiche Rechte im Krankheitsfall. Weiters sollen freie DienstnehmerInnen das aktive und passive Wahlrecht auf betrieblicher Ebene ausüben können.

Österreichweit gibt es über 300 Call-Center mit ca. 33.000 Beschäftigten. Vor allem die so genannten externen Call-Center, also jene Center, die nicht Teil eines größeren Unternehmens sind, beschäftigen überwiegend freie DienstnehmerInnen in Form von Umgehungsverträgen. Der Trend zu niedrigen Löhnen, atypischen Arbeitsverhältnissen und fehlender betrieblicher Vertretung ist deutlich. Da der Anteil von Frauen in dieser Branche besonders hoch ist, sind Frauen stärker betroffen.

"Wir setzen uns für eine echte Anerkennung der Arbeit der Call-Center-Agents ein. Sie üben sehr komplexe Tätigkeiten aus und es gilt, dieses Berufsbild genau zu definieren", erklärt Kral-Bast. "Im Rahmen der Interessengemeinschaft der GPA-DJP bieten wir den Call-Center-Agents die Möglichkeit an, sich zu vernetzen und so ihre Arbeitsbedingungen aktiv und direkt mitzugestalten", so Kral-Bast abschließend.

Newsletter und nähere Infos unter www.callgpa.at

ÖGB, 24. Jänner 2007 Nr. 51

ÖGB-Bundeskongress vom 22. bis 24 Jänner 2007
im Austria Center Vienna
ÖGB-Neu: "Die menschliche Kraft"

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Tel.: 05 0301-21533
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