OTS0110 5 WI 0423 HKN0001 Do, 07.Dez 2006
Handel / Wirtschaftskammer / Niederösterreich / Ladenöffnung

Sparte Handel Niederösterreich sagt klares Nein zur Sonntagsöffnung

Sonntagsruhe darf kein Luxus werden!

Wien (OTS) - Ein klares Nein zur Sonntagsöffnung kommt von der Sparte Handel der Wirtschaftskammer Niederösterreich. "Von einer Sonntagsöffnung könnten nur wenige Standorte (Verbindung mit Freizeitbetrieben, große Zentren und Hochfrequenzlagen) profitieren, wobei hier dann Umsatzverschiebungen aus den ohnehin schon benachteiligten Standorten in den ländlichen Regionen und den Ortszentren zu befürchten sind", meint der Obmann der Sparte Handel, Sepp Schirak. Selbstverständlich sind die Bemühungen verantwortlicher Manager verständlich und legitim, noch mehr Kaufkraft in die von ihnen geführten Einkaufszentren und Shoppingtempel umzuleiten, um ihren Eigentümern und Aktionären noch höhere Umsätze und daraus resultierende Erträge bescheren zu können. Dieses Umleiten der Kaufkraft geht eindeutig zu Lasten der klein- und mittelständisch strukturierten Betriebe am Land und in kleinen Städten, wodurch sich gerade in Niederösterreich eine geschlossene Allianz von Landesverwaltung, der Interessenvertretung des Einzelhandels, der Arbeitnehmer im Einzelhandel und letztlich auch von Seite der Konsumenten gegen die Sonntagsöffnung ergibt. Die aktuelle Kaufkraftstromuntersuchung der Wirtschaftskammer Niederösterreich zeigt, dass sich die Umsätze im Einzelhandel auf immer weniger Standorte konzentrieren und in den ländlichen Regionen und den Ortszentren große Probleme bestehen. "Wir haben die Interessen aller Handelsbetriebe zu berücksichtigen und hier gibt es eine ganz klare Mehrheit gegen eine Sonntagsöffnung", meint Schirak.

Neben den wirtschaftlichen Aspekten ist die Sonntagsöffnung im Wesentlichen auch eine gesellschaftspolitische Frage. "Und hier meine ich, dass sich eine moderne Gesellschaft den Luxus der Wochenendruhe gönnen soll, die letztlich ein wichtiger Beitrag für familiären und gesellschaftlichen Zusammenhalt ist", sagt Schirak. Das Argument, dass ohnehin schon viele Menschen am Sonntag arbeiten, lässt Schirak so nicht gelten: "Jeder, der am Sonntag durch die Stadt spaziert, sieht, dass Hektik und Verkehrsstau am Sonntag ausbleiben und ein Groß-teil der Menschen den Tag zur Erholung und Entspannung nutzt."

Zusammenfassend stellt Schirak klar, dass mit der Offenhaltemöglichkeit MO-FR 5:00 - 21:00 Uhr, SA 5:00 -18:00 Uhr sowie punktuellen Sonderregelungen im Tourismusbereich öster-reichweit gesehen nicht nur die umfassendsten, sondern auch die für Niederösterreich maßge-schneiderten Öffnungszeiten zur Verfügung stehen.

Mit der Ablehnung der Sonntagsöffnung weiß sich Schirak auch im besten Einvernehmen mit der großen Mehrheit der Bevölkerung. Der Radiosender Ö3 hat diese Woche eine Umfrage durchgeführt, laut derer 82 % der Hörer die Sonntagsöffnung ablehnen. Dieser Wert bestätigt alle bisherigen Umfragen zur Sonntagsöffnung. "Es gibt kaum ein Thema, bei dem die Öster-reicherinnen und Österreicher eine so klare Position haben, wie bei der Ablehnung der Sonn-tagsöffnung. Das soll man auch so akzeptieren", meint Schirak abschließend.

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