OTS0191 5 CI 0349 ASF0002 Mo, 27.Nov 2006
Verkehr / Straße / Bau / Wien / Niederösterreich / Lobau / Umwelt

ASFINAG nimmt ihre Verantwortung wahr - erster Versuch von Probebohrungen für den S 1-Tunnel Donau-Lobau heute jedoch durch Umweltaktivisten verhindert

ASFINAG bietet Informationsgespräch mit den Aktivisten

Wien (OTS) - "Die ASFINAG hat den gesetzlichen Auftrag, die S 1 zu planen und zu bauen. Dieses Projekt, das den Ring um Wien schließen wird, ist für die Region Ostösterreich unverzichtbar. Zahlreiche Studien und Verkehrsuntersuchungen, auf denen ja letztlich die Aufnahme der S 1 in das Bundesstraßengesetz beruht, belegen das", so ASFINAG Vorstandsdirektor Ing. Mathias Reichhold im heutigen Pressegespräch nach dem verhinderten Start für die Probebohrungen zum S 1 Tunnel Donau-Lobau. "Um zu verstehen, warum vor allem dieser S 1-Abschnitt so wichtig ist, muss man sich nur die derzeitige Verkehrssituation im Nordosten Wiens anschauen. Ohne zusätzliche Donauquerung sind die Probleme dort nicht zu lösen," so Reichhold.

Die ASFINAG werde weiterhin versuchen, die 18 für den Lobautunnel notwendigen Probebohrungen im Nationalpark durchzuführen, betont Dipl.-Ing. Alois Schedl, Geschäftsführer der ASFINAG Bau Management GmbH.: "Die Bohrungen sind deshalb unverzichtbar, weil nur mit Hilfe der dabei gewonnenen Daten im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung die Nachweise der Unbedenklichkeit des Tunnels erbracht werden kann. Darüber hinaus werden sie von den Tunnelplanern gebraucht, damit diese das Baurisiko und vor allem das Risiko für die Bauarbeiter minimieren können."

Drei Bohrpunkte sollten heute in den Morgenstunden angefahren werden, im Norden verhinderten Aktivsten jedoch die Weiterfahrt der ausführenden Bohrfirma, was zum Abbruch der Arbeiten führte. Bei den beiden südlichen Standorten konnten die Bohrpunkte erreicht werden, allerdings umstellten Umweltschützer die unmittelbare Bohrumgebung, sodass aus baurechtlicher Sicht bislang nicht mit den Bohrungen begonnen werden konnte.

Die ASFINAG bietet den Aktivisten heute Nachmittag nochmals die Gelegenheit zu einem informativen Gespräch, um über Dringlichkeit und Notwendigkeit der Probebohrungen im Nationalpark aufzuklären. "Wir appellieren dringend an die Gegner des Projektes, uns diese Bohrungen durchführen zu lassen, um Daten und Fakten für das nachfolgende Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren aufbereiten zu können. In diesem Verfahren haben die Anrainergemeinden ohnedies Parteienstellung, können also ihre Bedenken vor- und einbringen.

Informationsgespräch ASFINAG - Umweltschützer heute Nachmittag, 15.00 - ca. 16.30 Uhr
Ort: Gashof zur Steirerin, Lobaustraße 52, 2301 Groß-Enzersdorf

Rückfragen & Kontakt:

ASFINAG
Mag. Anita Oberholzer
Pressesprecherin
Mobil: +43 664 60108 15933

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