OTS0181 5 II 0524 KJO0001 WI Mi, 15.Nov 2006
Politik / Arbeitsmarkt / Jugend / Kirchen / Bildung

Stellenwert - Jugend will Arbeit!

Mehr als 60.000 Jugendliche sind derzeit in Österreich ohne Arbeit oder Ausbildungsplatz, die Jugendarbeitslosigkeit hat sich seit dem Jahr 2000 verdoppelt.

Wien (OTS) - Das Projekt "Stellenwert - Jugend will Arbeit" der Katholischen Jugend und der Katholischen Arbeitnehmer/innen Bewegung lässt Jugendliche zu Wort kommen. Der Kampagnenauftakt fand heute, Mittwoch, 15.11. in Bad Gleichenberg/Stmk statt.

Jugendliche mit Forderungen und Vorschlägen an Politik und Wirtschaft

Peter Gebauer, Vorsitzender der Katholischen Jugend Österreich:
"Mit dem Projekt Stellenwert setzen wir ein Zeichen, dass es nicht sein kann, dass derzeit mehr als 60.000 Jugendliche in Österreich keine Arbeit oder Ausbildungsplatz haben.

"Jugendliche haben während der Laufzeit des Projektes bis September 2007 die Möglichkeit, im Rahmen von zahlreichen Österreichweiten Einzelveranstaltungen über ihre Situation zu berichten. Gemeinsam mit den Jugendlichen werden Forderungen und Vorschläge für den Einstieg in den Arbeitsmarkt erarbeitet. Die Forderungen der Jugendlichen werden anschließend Verantwortungsträger/innen von Politik und Wirtschaft überreicht. Uns ist wichtig, dass Jugendliche im Mittelpunkt stehen. Denn leider ist es oftmals so, dass über Jugendliche, aber nicht mit Jugendlichen gesprochen wird", bedauert Gebauer.

Keine neue Regierung in Sicht: "Jeder Tag, an dem Jugendliche keine Arbeit haben, ist ein Tag zuviel"

Peter Gebauer weiter: "Im zurückliegenden Nationalratswahlkampf haben sich die Parteien einhellig für die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit stark gemacht. Deshalb fordern wir eine rasche Regierungsbildung! Nun sind schon sieben Wochen seit der Wahl vergangen und eine neue Regierung ist nicht in Sicht! Jeder Tag, an dem Jugendliche keine Arbeit haben, ist ein Tag zu viel! Im Arbeitsübereinkommen der neuen Regierung muss die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit an 1. Stelle stehen! Wir werden alle Parteien an der Umsetzung ihrer Versprechungen im Wahlkampf messen!"

"Checkies" begleiten die Kampagne optisch: "Sichtbarmachen ist der erste Schritt zur Veränderung"

Im Rahmen des Kampagnenauftakts, der zeitlich auch in Zusammenhang mit dem kommenden Jugendsonntag am 26.11. gewählt wurde, wurden symbolisch 60 "Checkies" (ein "Checky" steht für jeweils 1.000 arbeitslose Jugendliche) aufgestellt.Diese "Checkies" sind knapp mannshohe Holzstilisierungen der Kampagnen-Logofigur und begleiten optisch die Österreichweiten Projektveranstaltungen bis Mitte kommenden Jahres.

Jugendbischof Dr. Franz Lackner brachte über Grußworte seine Unterstützung des Projekts zum Ausdruck: "Die Katholische Jugend hat sich in den vergangenen 60 Jahren einen Ruf als verlässlicher Anwalt für die Schwachen in unserem Land erarbeitet. Mit dem Projekt Stellenwert übernimmt die Katholische Jugend gemeinsam mit der Katholischen Arbeitnehmer/innen Bewegung die Funktion der Anwaltschaft. Das Sichtbarmachen von Jugendarbeitslosigkeit ist der erste Schritt zur Veränderung."

Andreas Gieferl, Fachinspektor an den Berufsschulen für Religion und Lehrer an der Berufsschule Bad Gleichenberg: "Viele Schülerinnen und Schüler der steirischen Berufsschulen haben schon Erfahrungen mit Arbeitslosigkeit gesammelt. Zwischen dem Abschluss der Pflichtschule und dem Beginn einer Lehre sind die Jugendlichen oft ein Jahr oder länger auf der Suche nach einer Lehrstelle. Diese Zeit ist eine Zeit großer Belastung für die Jugendlichen, aber auch für ihre Familien. Deshalb ist die 2. steirische Lehrlingswallfahrt nach Mariazell, die am 4. Oktober stattgefunden hat, unter dem Thema Jugendarbeitslosigkeit gestanden."

Zentrale Informationsdrehscheibe des Projekts ist die Homepage (www.stellenwert.at). Hier finden sich alle Details zum Projekt.

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