OTS0181 5 II 0360 NGB0007 CI Fr, 06.Okt 2006
Bildung / Preise / Gewerkschaften / ÖGB

Benya-Preis: Die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit steht im Vordergrund

Hundstorfer: Der Weg junger Menschen darf nicht ins Arbeitsamt führen

Wien (ÖGB) - "Die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit ist nach wie vor eines der größten Anliegen des ÖGB", sagte der gf. Gewerkschaftspräsident Rudolf Hundstorfer im Rahmen der Benya-Preis Verleihung am Freitag im Wiener Rathaus. Seit 1972 prämiert der Benya-Stiftungsfonds alle zwei Jahre außergewöhnliche Leistungen im Bereich der Facharbeit, heuer werden 27.100 Euro vergeben. Hundstorfer bedankte sich bei den Preisträgerinnen für ihr Engagement und wies vor allem auf die dringende Problematik der Jugendarbeitslosigkeit hin.++++

Bundespräsident Heinz Fischer äußerte sich zum Festakt in einer Videobotschaft: "Jahrelang habe ich Anton Benya bewundert - Vor allem seine Überzeugung im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit." Er schloss mit einem Bekenntnis zu einer "starken, demokratischen, wirksamen und überparteilichen Gewerkschaftsbewegung." Es sei ihm eine Freude, dies öffentlich kund zu machen.

Vizebürgermeisterin Grete Laska sprach im Namen des Bürgermeisters und hob unter den PreisträgerInnen drei für Wien bedeutsame Projekte in den Bereichen Bildung und Soziales heraus, die sie "vor allem inhaltlich sehr stolz machen." Außerdem forderte sie die Wiedereinführung von selbständigen Ausbildungsstiftungen für die Lehrlingsausbildung.

Der gf. Gewerkschaftspräsident Rudolf Hundstorfer dankte allen PreisträgerInnen für ihre Bemühungen: "Da steckt irrsinnig viel Engagement und Arbeit dahinter."
Sinn und Zweck des Anton-Benya-Preises sei es, in besonderem Ausmaß Facharbeit zu fördern und ihr den Stellenwert einzuräumen, der ihr zustehe.

Hauptproblem: Jugendarbeitslosigkeit

Vor allem die Frage der Jugendarbeitslosigkeit sei dem ÖGB in diesem Zusammenhang sehr wichtig. Hundstorfer: "Der Weg von 15jährigen jungen Menschen soll der Weg in eine Ausbildungsstätte sein, nicht der Weg zum Arbeitsamt." Nach wie vor wären tausende Jugendliche ohne Arbeit und ohne Ausbildungsplatz. Daher spreche sich der ÖGB auch entschieden gegen eine vorzeitige Öffnung des österreichischen Arbeitsmarktes für Arbeitskräfte aus den benachbarten Ostländern aus. "Wichtig ist, dass wir jungen Menschen hier die Chance bieten, die besten Qualifikationen zu erreichen", sagt der Gewerkschaftspräsident. (nb)

ÖGB, 6. Oktober 2006
Nr. 670

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