OTS0041 5 II 0329 DSW0002 Mo, 02.Okt 2006
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Grubich-Müller: Bildung hat wieder Zukunft!

SLÖ Wien-Vorsitzende betont "eindeutigen Bildungs-Auftrag" des Wahlergebnisses

Wien (OTS) - "Nach der langjährigen bildungspolitischen Dürre ist dieses Wahlergebnis die lang ersehnte Erlösung", kommentierte Regina Grubich-Müller , Vorsitzende der Sozialdemokratischen LehrerInnen Wiens (SLÖ Wien), den Wahlausgang gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Laut Grubich-Müller sei das Ergebnis auch ein Miterfolg der PädagogInnen und Eltern, die die Versäumnisse und Verschlechterungen der vergangenen Bildungspolitik erkannt und durch ihr Votum am 1. Oktober zu einem bildungspolitischen Kurswechsel beigetragen hätten.****

"Die zukünftige Bildungslandschaft muss ganz klar und ohne Kompromiss von der SPÖ gestaltet werden. Das ist nur mit einem ministeriell rot besetzten Bildungs- und Wissenschaftsministerium möglich", so Grubich-Müller. Daher sei es klar, dass die SPÖ den Kanzler stellen müsse. Eine Regierung ohne SPÖ sei für Grubisch-Müller undenkbar. Nach der Bildung der SP-gelenkten Regierung müsse sofort mit den so dringend notwendigen Maßnahmen im Bildungsbereich begonnen werden:
Eine gemeinsame universitäre LehrerInnen-Ausbildung verbunden mit der Abschaffung der Studiengebühren und die Einführung der Gemeinschaftsschule. Als Sofortmaßnahme fordert Grubich-Müller die Senkung der Klassenschülerzahl auf 25 und ein Mehr an LehrerInnen. Prinzipiell müsse die Zuteilung der LehrerInnenressourcen für die Länder geändert werden, da diese nur auf den Schülerzahlen aber nicht auf dem tatsächlichen Bedarf (Integration, Tagesbetreuung, Kleinstschulen,…) beruhe.

Obwohl die ÖVP versucht habe, die SP-Kritik am Bildungssystem zur SP-Kritik an den LehrerInnen zu verdrehen, hätten es die LehrerInnen verstanden, zwischen Kritik an der Bildungspolitik und dem eigenen Bildungsengagement zu unterscheiden. Die Frustration unter den KollegInnen sei in den letzten Jahren deshalb immer mehr gestiegen, weil unter dem Deckmantel der Autonomie immer mehr Bildungsverantwortung seitens der Regierung abgegeben wurde, unwesentliche Reformen als revolutionäre Bildungspolitik verkauft und Schulen personalpolitisch ausgehungert wurden, betonte Grubich-Müller. "Es ist dem Engagement der LehrerInnen zu verdanken, dass Schule überhaupt noch funktioniert. Genau dieses Engagement werden LehrerInnen, diesmal mit Regierungsunterstützung, für die gemeinsame Gestaltung der Bildungszukunft dieses Landes einbringen", so Grubich-Müller abschließend. (Schluss)

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Patrick Wolf
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