OTS0181 5 II 0227 KTI0001 Do, 03.Aug 2006
Pressestimmen / BZÖ / FPÖ / Politik

Neue "KÄRNTNER TAGESZEITUNG" - Kommentar: Kindische Trickserei (von Eva Weißensteiner)

Ausgabe 4. August 2006

Klagenfurt (OTS) - Die orange Garde wird nicht müde zu betonen, dass sie mit den Blauen nichts, aber auch gar nichts mehr zu tun hat. Ob es um fürstliche Salärs für über Alk-Kontrollen gestolperte Ex-Funktionäre geht oder um rechtskräftig verurteilte Gaskammer-Leugner, die jahrelang im Nationalrat sitzen durften - aus dem BZÖ hört man schlicht: "Geht uns nix an."
Jetzt auf einmal besinnt sich das Bündnis auf seine Wurzeln - und will sich ihrer bedienen. Nicht nur in Kärnten, sondern österreichweit wollen die Orangen mit dem Namenszusatz "Die Freiheitlichen" kandidieren. Besonders weit ist es mit der Abgrenzung zu den Alt-Blauen also nicht her.
Dass das BZÖ auf solche Tricks zurückgreift (ob es damit durchkommt, wird erst zu entscheiden sein), zeigt nicht nur, wie kindisch es in der Politik mitunter zugeht, sondern auch, dass den Orangen wohl ordentlich "der Rais geht". Die jüngste market-Umfrage sieht das BZÖ bei drei, die FPÖ bei sechs Prozent.
Die ganze Namenstrickserei ist allerdings müßig, sollte die Wahlbehörde die FPÖ und nicht das BZÖ am Stimmzettel auf Platz drei reihen. Dann nämlich rutscht Orange auf Platz fünf, rechts von den Grünen. Und das tut wirklich weh. Denn der gelernte Österreicher weiß: Links am Zettel stehen die "echten" Parteien, rechts die skurrilen Listen.

Rückfragen & Kontakt:

Kärntner Tageszeitung
Chefredaktion
Tel.: 0463/5866-502
ktzredaktion@apanet.at

***OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT***

OTS0181 2006-08-03/20:09