OTS0015 5 WI 0477 HAA0001 II Di, 16.Mai 2006
Unternehmen / Banken / SPÖ / Arbeitsmarkt / Finanzen / Kärnten

Brief des Betriebsrates der Hypo Alpe Adria Gruppe an die Vertreterinnen und Vertreter der SPÖ

Klagenfurt (OTS) - Massive Angriffe unverständlich - Mitarbeiter stellen sich geschlossen hinter Bank und Management - Appell, nicht bei einer wirtschaftlichen "Enthauptung" der Hypo Alpe-Adria-Gruppe mitzuwirken

Im Folgenden wird ein gestern, Montag, an die Vertreterinnen und Vertreter der SPÖ Bundespartei, der SPÖ Kärnten sowie der Vorsitzenden der SPÖ Kärnten und Landeshauptmannstellvertreterin des Landes Kärnten, Dr. Gabriele Schaunig-Kandut, übermittelter Brief des Betriebsrates der Hypo Alpe Adria Gruppe veröffentlicht:

Selbstständigkeit der Hypo Alpe-Adria-Gruppe

Wir als Vertreter der Mitarbeiter der Hypo Alpe-Adria-Gruppe, nehmen Bezug auf die, als bekannt vorausgesetzten Vorkommnisse in unserem Unternehmen und bisherige Medienberichterstattung.

Es ist für uns unverständlich, weshalb ein derartig erfolgreiches Unternehmen so massiven Angriffen ausgesetzt wird. Die Hypo Alpe-Adria-Gruppe hat in den Jahren von 1992 bis heute als Kärntner Regionalbank eine erfolgreiche Entwicklung hingelegt, die für Österreich nahezu einzigartig ist.

Die Vertreter der Mitarbeiter sind sich darüber bewusst, dass die o.a. Vorkommnisse unerfreulich sind. Keinesfalls rechtfertigen sie jedoch unsachliche Argumentationen mit dem offensichtlichen Ziel der Hypo Alpe-Adria-Gruppe unwiderrufliche Schäden zuzufügen, und gleichzeitig die bestehende Eigentümerstruktur massiv zu destabilisieren.

Als Vertreter der Mitarbeiter bringen wir nachdrücklich zum Ausdruck, dass wir geschlossen hinter dem Unternehmen und seinem Management stehen, und wenn es notwendig wird, bereit sind, bis zum Äußersten zu gehen.

Uns ist vollkommen klar, dass die Hypo Alpe-Adria-Gruppe aufgrund ihrer erfolgreichen Vergangenheit und viel versprechenden Zukunft ein begehrter Übernahmekandidat - nicht nur für Wiener Großbanken - sein könnte.

Wir betonen deshalb klar und unmissverständlich, dass wir als Betriebsräte größten Wert auf Selbstständigkeit und Erhalt der Headquarter Funktion in Klagenfurt, zwecks Sicherstellung hoch qualifizierter Arbeitsplätze in der Wirtschaftsregion Kärnten, legen und sind uns der Verantwortung gegenüber dem Wirtschaftsstandpunkt Kärnten bewusst.

Gerade der Umstand, dass die Hypo Alpe-Adria-Gruppe in der Lage ist, aufgrund der Leistungen ihrer Mitarbeiter und des Managements auch die konservativste Bilanzierungsmethode, die uns im Ergebnis seitens der Finanzmarktaufsicht vorgeschrieben wurde, zu verdauen, zeigt wie wichtig unsere jetzigen Überlegungen und Schritte sind.

Der Verlust der Selbständigkeit der Hypo Alpe-Adria-Gruppe würde im Ergebnis auch das Einstellen bestehender Projektfinanzierungen, die als Motor für die wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes und als Arbeitgeber z. B. für den Tourismus oder die Bauindustrie etc. dienen, mit sich bringen.

Abschließend dürfen wir Sie höflichst ersuchen, nicht bei einer wirtschaftlichen "Enthauptung" der Hypo Alpe-Adria-Gruppe mitzuwirken, was im Ergebnis zu einer Vernichtung von über Eintausend Arbeitsplätzen führt. Nicht zu vergessen sind die vielen Kärntner Familien, die dadurch in eine unsichere Zukunft geraten. Vielmehr ersuchen wir Sie alles zu unternehmen, um die Selbständigkeit der Hypo Alpe-Adria-Gruppe unter dem bestehenden und erfolgreichen Management zu gewährleisten.

Als Vertreter von 1027 Mitarbeitern in Österreich und über fünftausend Mitarbeitern im Konzern danken wir im Voraus.

Rückfragen & Kontakt:

Eva Johansson
Vorsitzende des Betriebsrates der
HYPO ALPE-ADRIA-BANK INTERNATIONAL AG
Alpen-Adria-Platz 1
A-9020 Klagenfurt
Tel.: +43 (0)50202 2070
Fax.: +43 (0)50202 72 12809
Fax.: +43 (0)50202 3167
eva.johansson@hypo-alpe-adria.com
http://www.hypo-alpe-adria.at

***OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS***

OTS0015 2006-05-16/08:30