OTS0101 5 WI 0369 AKN0001 CI Do, 01.Dez 2005
Konsumenten / AKNÖ / Banken / Schulden

AKNÖ warnt: Mit der GE Money Card leichter in die Schuldenfalle

Mehr als 40 Prozent aller Girokonto-Besitzer in Niederösterreich haben ihr Konto überzogen.

Wien (AKNÖ) - Weihnachten steht vor der Tür - und damit wieder die Zeit des Schenkens. Doch bei zahlreichen Konsumenten ist das Geld knapp, das Konto überzogen und die Kreditkarte am Limit. Lösung verspricht da die Money Card der GE Bank, die finanzielle Freiheit und kleine, auf die persönliche Situation zugeschnittene Raten verspricht. Doch die AKNÖ-Konsumentenschützer warnen vor einer weiteren Verschuldung.

"Gönnen Sie sich einen zusätzlichen finanziellen Spielraum neben Ihrem Girokonto oder Ihrer Kreditkarte. Mit der GE Money Card machen wir das für Sie möglich". Und das alles noch "Jetztsofort", wie die GE Money Bank in Ihrer laufenden Kampagne betont. Den Konsumentenschützern der NÖ Arbeiterkammer ist der massive Werbefeldzug der Bank ein Dorn im Auge. "Es ist sicher kein Zufall, dass die GE Bank gerade jetzt vor Weihnachten so stark ihre Produkte bewirbt. Weihnachten ist immerhin auch die Zeit des Schenkens und viele Konsumenten würden ihrer Familie zum Beispiel gern den teuren Flachbildfernseher kaufen. Doch leider fehlt das nötige Geld und vielfach ist das Girokonto auch überzogen", schildert AKNÖ-Konsumentenschützer Martin Hofecker. Die Money Card -nichts anderes als eine Kreditkarte - verspricht da Abhilfe. Mit einem Kreditrahmen zwischen 2.000 und 7.000 Euro wird den Konsumenten eine Geldreserve versprochen, "die Sie überall und immer wieder ausnützen können". Gelockt wird - wie immer - mit kleinen, persönlich zugeschnittenen Raten und keiner Kartengebühr. Wie hoch die Raten sind, ist nicht in Erfahrung zu bringen. Nicht zuletzt deshalb warnt Hofecker dringend davor, der Werbung von dem schnellen Geld und den kleinen Raten zu vertrauen.

Steigende Überschuldung

Aus persönlichen Gesprächen mit nö. ArbeitnehmerInnen weiß auch AKNÖ-Präsident Josef Staudinger, dass für viele Verbraucher ein überzogenes Konto nichts ungewöhnliches ist und dass auch einige die Möglichkeit nutzen, Sachen auf Pump zu kaufen. Erhebungen der AK haben gezeigt, dass mehr als 40 Prozent aller Girokonto-Besitzer in Niederösterreich ihr Konto überzogen haben. Der AK-Präsident befürchtet dass sich gerade jene Konsumenten, deren Konto ohnehin schon überzogen ist, von dem Angebot der GE Money Card angesprochen fühlen und damit einen weiteren Schritt in eine mögliche Schuldnerkarriere setzen.

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