OTS0028 5 II 0300 DS40001 Fr, 11.Nov 2005
SPÖ / Oberösterreich / Frais / Personalpolitik / Objektivierung

Karl Frais: Schwarz-grüne Personalbesetzung ist Mogelpackung

Statt Objektivierung wird pünktlich zum Faschingsbeginn Verschiebebahnhof für VP-Günstlinge eröffnet

Linz (OTS) - Auf heftige Kritik stößt die Vorgangsweise bei der Besetzung des Präsidialdirektors beim Land Oberösterreich und den Bezirkshauptleuten von Grieskirchen und Gmunden, vorgenommen erstmals nach dem schwarz-grünen Besetzungsmodell.

Die Realsatire ging dabei folgendermaßen vor sich:
Zuerst wird der Landesbeamte Paul Gruber für alle drei Spitzenfunktionen von der Besetzungskommission an 1. Stelle gereiht. Bezeichnenderweise ist dabei einer der sogenannten unabhängigen externen Personalberater der Pregartner VP-Vizebürgermeister Klinger von der bereits bekannten Personalberatungsfirma Catro.

Durch diese Reihung wurde es möglich, dass der im Falle der Bezirkshauptmannschaft Gmunden an der 2. Stelle gereihte Bewerber Dr. Lanz, seines Zeichens der Schwiegersohn des jetzigen Präsidialdirektors des Landes Oberösterreich, zum Bezirkshauptmann bestellt wird. Dadurch fallen drei ausgezeichnete bereits seit Jahren an dieser BH tätige Juristen durch bzw. werden einfach übergangen. Dr. Paul Gruber, der eigentlich die Funktion des Präsidialdirektors angestrebt hatte, muss gegen seinen Willen die Funktion des Bezirkshauptmanns von Grieskirchen annehmen. Dadurch tritt der einmalige Fall ein, dass erstmals in Oberösterreich ein Brüderpaar als Bezirkshauptleute (Wels -Land und Grieskirchen) nebeneinander tätig wird. Beide sind Brüder des Welser Ex-Stadtrats und Filmemachers Andreas Gruber.
Dadurch kann Mag. Antonia Licka, die erst vor wenigen Wochen ohne jede Ausschreibung zur Geschäftsführerin der OÖ. Landesholding gemacht wurde, zur Präsidialdirektorin ernannt werden. Das Ergebnis:
eine Präsidialdirektorin, die noch nie im Präsidium des Landes tätig war.

"Diese Vorgangsweise spottet jeder Beschreibung und hat mit fairer Personalobjektivierung nichts zu tun. Vielmehr erinnert diese Mogelpackung eines schwarz -grünen Personalbesetzungsmodells an einen personalpolitischen Verschiebebahnhof. Diese Vorgangsweise passt, wäre sie nicht so traurig, zum Faschingsbeginn. Sie ist ungerecht, parteipolitisch motiviert und eine Verhöhnung der nicht zum Zug gekommenen Bewerber", ist für Karl Frais klar.

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