OTS0179 5 II 0351 SPK0012 Fr, 24.Jun 2005
SPÖ / Krainer / Tierschutz / EU

SPÖ-Krainer: ÖVP Abgeordnete in Brüssel - Die Schwarzen Schafe in Sachen Tierschutz?

ÖVP Abgeordnete verhindern Initiative gegen quälerische Lebendtiertransporte - SPÖ kündigt Entschließungsantrag an

Wien (SK) Tiere, die tage- und sogar wochenlang quer durch Europa gekarrt werden, die wenig bis gar nicht mit Wasser und Futter versorgt werden, Tiere, die elend zugrunde gehen - eine Tierquälerei, die noch immer von der Europäischen Union mit mehreren Millionen Euro jährlich gestützt und gefördert wird. Derzeit gibt es eine europäische Initiative diesem traurigen Schauspiel ein Ende zu setzen. Eine Unterschriftenaktion wurde gestartet, bei der auch österreichische EU-Abgeordnete unterschreiben konnten. Alle österreichischen Abgeordneten haben diese Initiative unterstützt mit einer großen Ausnahme, nämlich die Europa-Abgeordneten der ÖVP. "Mit welcher Begründung wollen die ÖVP-Abgeordneten diese Tierquälerei beibehalten?", so der SPÖ-Umwelt- und Tierschutzsprecher Kai Jan Krainer am Freitag. ****

Würde das Papier von der Mehrheit der europäischen Abgeordneten unterschrieben werden, würde das einen möglichen Stopp dieser Tierquälerei bedeuten. Bis 11. Juli 2005 haben die Abgeordneten des Europäischen Parlaments die Möglichkeit, diese Initiative mit ihrer Unterschrift zu unterstützen. Hintergrund für die Initiative ist die Tatsache, dass alljährlich 200.000 lebende Tiere aus der EU in den Libanon und nach Ägypten ausgeführt werden. Tatsache ist, dass in den letzten Jahren Exportförderungen in der Höhe von rund 60 Millionen Euro für Ausfuhrerstattungen bereitstehen. Tatsache ist, dass diese Lebendtiertransporte meist über eine Woche (!) dauern, und dass die Behandlung und Schlachtung der Tiere nach tierquälerischen Methoden funktionieren, die grundsätzlich in der EU verboten sind.

Jene Abgeordneten, die diese Initiative unterschrieben haben, betrachten Tiere als empfindungsfähige Wesen und fordern die Kommission und den Rat auf, das System der Ausfuhrerstattungen für den Export lebender Tiere in Drittländer umgehend und dauerhaft abzuschaffen.
In der nächsten Plenarsitzung des Nationalrates wird die SPÖ einen Entschließungsantrag einbringen, der die österreichische Bundesregierung auffordert, sich im Rat der Europäischen Union einzusetzen, dass Lebendtierexporte nicht mehr unterstützt und gefördert werden.

"Man darf gespannt sein, wie die ÖVP-Abgeordneten reagieren, wenn es darum geht, dass österreichische Steuergelder nicht mehr in Tierquälerei sondern in Tierschutz investiert werden sollen," so Kai Jan Krainer abschließend. (Schluss) ah/mm

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

***OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS***

OTS0179 2005-06-24/12:19