OTS0170 5 KI 0230 NES0006 Mi, 11.Mai 2005
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Bachler sagt Menasse-Auftragsstück endgültig ab -- Brandauer wollte inszenieren

Wien (OTS) - Robert Menasses Auftragsstück "Das Paradies der Ungeliebten" wird in der Ära Klaus Bachler endgültig nicht am Wiener Burgtheater gezeigt. Das bestätigen der Autor und der Suhrkamp-Verlag in der morgen erscheinenden NEWS-Ausgabe. Bachler, der während der schon fünf Jahre dauernden Debatte mehrfach erklärte, keinen Regisseur für das Unternehmen zu finden, sah sich laut NEWS offenbar zum Handeln gezwungen: Klaus Maria Brandauer hatte sich bei Menasse gemeldet und seine Entschlossenheit geäußert, das Stück noch im Republik-Jahr -- im Herbst 2005 - am Akademietheater zu inszenieren. Dies hätte Bachler auf der morgigen Spielplanpressekonferenz bekannt geben müssen.

Um das Werk entbrannte schon früh eine Debatte: Es handelt von einem konservativen Vizekanzler, der seine Seele für das Kanzleramt dem Teufel verkauft, von einem als Kunstminister dilettierenden Schmierenkomödianten und von verzweifelten Linken, die ein Attentat auf einen rechtspopulistischen Führer vorbereiten.

Wie Bachler in seinen vorwöchigen Telefonaten gegenüber Autor und Verlag argumentierte, hätten sich nun keine Schauspieler gefunden, die das Stück spielen wollten. Ein von Bachler genanntes und daraufhin von Menasse kontaktiertes Ensemblemitglied soll allerdings versichert haben, das Werk sei ihm nie vorgelegt worden. Menasse war auf NEWS-Rückfrage nur zu einer kurzen Stellungnahme erreichbar: "Ich möchte erst mit den Schauspielern sprechen, die Direktor Bachler genannt hat. Wenn ich alle Fakten überprüft habe, werde ich reden."

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