OTS0079 5 WI 0941 NRK0011 CI Mi, 06.Apr 2005
Wirtschaft / Rieder / Mutz / Herwei / Jakoubek / Geschäftsführung

Neue Geschäftsführung der Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft

Wien (OTS) - Mit Anfang April übernehmen Ing. Rudolf Mutz und Mag. Josef Herwei alleinverantwortlich die Geschäftsführung der Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft m.b.H. (WSE). Beide führten bereits seit Anfang des Jahres die Geschäfte dieses Unternehmensbereichs der Wien Holding gemeinsam mit Dipl. Ing. Thomas Jakoubek, der jetzt aus dem Unternehmen ausscheidet.

Die WSE wurde vor knapp fünf Jahren für die Entwicklung, Umsetzung und Verwaltung wichtiger Immobilien- und Stadtentwicklungsprojekte von der Stadt Wien gegründet und 2003 in die Wien Holding GmbH eingegliedert. Zur effizienten Umsetzung der Aufgabenstellung werden von der WSE Projektgesellschaften gegründet, die im Alleineigentum der WSE stehen bzw. im Minder- oder Mehrheitseigentum eine Partnerschaft mit Privatunternehmern bilden. Dadurch soll auch das Zusammenwirken von öffentlicher Verwaltung, Politik und Wirtschaft ermöglicht werden (Public Private Partnership). Die wichtigsten Gesellschaften sind die Wiener Messe Besitz GmbH (MBG), die nach der Errichtung des neuen Messezentrums unter Direktor Mutz die Abwicklung der Nachnutzung des frei gewordenen Restgeländes der alten Messe und des Umfelds der neuen Messe an die WSE abtritt, die Immobilienentwicklung St. Marx GmbH, die sich ausschließlich um die weitere Planung und Entwicklung des Areals des ehemaligen Schlachthofs in Erdberg kümmert, und die für das Gebiet entlang der Muthgasse verantwortliche Gesellschaft, die für die Errichtung eines modernen Forschungs- und Biotechnologiezentrums Sorge tragen wird. "In jedem Stadtentwicklungsgebiet, in dem die WSE tätig ist, wird die Projektentwicklung unter Berücksichtigung der Interessen aller Beteiligten akkordiert erfolgen", betonen die beiden WSE-Geschäftsführer.

Die WSE-Projekte: vom Messegelände über St. Marx bis zur Muthgasse

Bereits wenige Monate nach der Eröffnung des neuen Messezentrums hat die Stadt Wien gemeinsam mit der Wiener Messe Besitz GmbH (MBG) mit der Verwertung und Nachnutzung des Restgeländes, das mehr als 11 Hektar umfasst, begonnen. Dieses Gebiet befindet sich im Bereich der Südportalstraße und reicht von der Trabrennstraße bis zur Messestraße. Es grenzt an den Wurstelprater im Bereich der Messestraße, an die Krieau im Bereich der Trabrennstraße sowie an den "Grünen Prater" im Bereich der Südportalstraße. Es wird seitens der MBG/WSE in Abstimmung mit den verantwortlichen Abteilungen der Stadt Wien einer städtebaulich verträglichen Nutzung zugeführt, wobei der Rotundenplatz als Veranstaltungsort bereits erfolgreich vermarktet wird und auch für die Messehalle 10, die nicht abgebrochen wird, interessante Nutzungsvorschläge vorliegen.

In Erdberg hat das Stadtgebiet St. Marx seit der Fertigstellung des T-Centers ein neues, markantes Wahrzeichen: Dieses privat finanzierte Bürohaus bietet auf einer Fläche von rund 135.000 m2 3000 Arbeitsplätze, und es markiert die rasante Entwicklung des Gebiets rund um die U-Bahn-Linie U3, die noch lange nicht abgeschlossen ist, da die Projektentwicklung rund um die so genannte "Rinderhalle" auf der Prioritätenliste der neuen Geschäftsführung einen wichtigen Platz einnimmt. Bei der Nutzung des Areals auf dem ehemaligen Schlachthof sind einige historisch wertvolle Gebäude zu erhalten und einer neuen Nutzung zuzuführen, wie z. B. das Hauptportal mit vom Bildhauer Schmidgruber gestalteten Stierskulpturen an der Viehmarktgasse, das Verwaltungsgebäude, in dem seit ca. einem Jahr u.a. Filme und Fernsehshows produziert werden, und die Rinderhalle, die neben dem T-Center das Herzstück des Stadtentwicklungsgebietes St. Marx bildet.

Die in den Jahren 1879 - 1891 nach den Plänen von Rudolf Frey errichtete Rinderhalle wurde als schmiedeeiserne Großhallenkonstruktion erbaut und steht mittlerweile, aufgrund dieser heute nahezu einzigartigen Eisenskelettkonstruktion, unter Denkmalschutz. Sie bietet das Potential zu einer einmaligen architektonischen Lösung für veranstaltungs-, technologie- oder themenspezifischen Nutzung. Die Immobilienentwicklung St. Marx GmbH hat bereits gemeinsam mit potentiellen Betreibern und Architekten Nutzungsszenarien erarbeitet und führt laufend Verhandlungen hinsichtlich einer optimalen Verwertung des Objektes unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes. Derzeit wird in einem ersten Arbeitsgang die Sanierung der tragenden Konstruktion der Rinderhalle durchgeführt, die Fertigstellung ist im November 2005 abgeschlossen. Alle weiteren Sanierungsmaßnahmen sind weitgehend von der zukünftigen Nutzung der Rinderhalle abhängig, wobei derzeit intensiver Gespräche zur Evaluierung der Nutzungskonzepte geführt werden.

Ein weiteres großes Vorhaben der WSE ist die Errichtung eines modernen Forschungs- und Technologiezentrums auf einem Areal entlang der Muthgasse im 19. Bezirk. Hier sollen sich vor allem Unternehmen bzw. Institutionen aus den Bereichen Biotech und verwandten Sparten ansiedeln, die letztlich an die 2000 hochqualifizierte Spezialisten Arbeitsplätze bieten werden, rechnet WSE-Direktor Mutz.

Die neue Geschäftsführung

Ing. Rudolf Mutz ist seit Anfang Juli 2001 als Direktor der Wiener Messe Besitz GmbH (MBG) tätig, wo er mit der Realisierung des Projekts "MesseWienNeu" beauftragt worden war. Der 1956 in Wien geborene Hochbautechniker bleibt auch im Rahmen der WSE alleiniger Geschäftsführer der MBG. Rudolf Mutz blickt auf eine langjährige Erfahrung im Bauwesen der Stadt Wien zurück: Zunächst in der MA 19 tätig, wechselte er 1988 als Referent in die Magistratsdirektion/Stadtbaudirektion, von 1993 bis 1997 war er als Prokurist und Mitglied der Geschäftsführung in der ISTEG, ehe er im Herbst 1997 im Büro von Finanzstadträtin Mag. Ederer die Bereichsagenden allgemeine Finanz- und Wirtschaftsangelegenheiten, Projektentwicklungen sowie Schwerpunktsetzungen auf dem Gebiet der Biotechnologie und Betriebsansiedlungen am Wirtschaftsstandort Wien wahrnahm, um 2001 nach Ausschreibung des Postens, als Direktor der Wiener Messe Besitz GmbH tätig zu sein. Er nimmt diese Agenden auch nach der Übernahme der Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft m.b.H. (WSE) weiterhin wahr und wird in der WSE von Mag. Josef Herwei als zweitem Geschäftsführer unterstützt.

Mag. Josef Herwei ist seit Oktober 1993 als Jurist für die Stadt Wien mit dem Arbeitsschwerpunkt Liegenschaften und Immobilien tätig. Der 1965 in Wien geborene Jurist war weiters für die Koordination des Wiener Wirtschaftsförderungsfonds und des Wiener Bodenbereitstellungs- bzw. Stadterneuerungsfonds zuständig. In den letzten Jahren hat Mag. Josef Herwei bei der Neuorganisation des Immobilienmanagements der Stadt Wien sowohl in der Arbeitsgruppe "Finanzen" als auch in der "Steuerungsgruppe" gearbeitet. Vor seinem Wechsel in die Geschäftsführung der WSE war er stellvertretender Abteilungsleiter der MA 69/Grundstücksangelegenheiten.

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(Schluss) sta

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