OTS0135 5 CI 0325 STF0001 WI Di, 18.Jän 2005
Wissenschaft / Mainoni / Arbeitsgruppe / Spitzenuniversität

Mainoni: Spitzen-Uni nur unter bestimmten Voraussetzungen denkbar

Wien (OTS) - "Die Machbarkeitsstudie des Wissenschaftszentrums
Wien ist eine gute Grundlage, dieses Thema anzugehen", erklärte Forschungsstaatssekretär Mag. Eduard Mainoni nach der gestrigen ersten Sitzung der Arbeitsgruppe zum Thema Spitzen-Universität.

In dieser Studie wird einerseits eine autonome Einrichtung mit exzellenter Forschungs-Infrastruktur, die sich an den weltbesten Universitäten messen soll untersucht, andererseits eine Standortüberprüfung durchgeführt, die für den reibungslosen Wissenstransfer sorgen soll. Der Standort solch einer Institution wird noch genauestens zu überprüfen sein, gibt sich Mainoni ohne Präferenz für ein Bundesland. Er geht allerdings davon aus, dass der optimale Standort mit dem europäischen Umfeld abgeklärt ist.

Ausser Diskussion steht nach der ersten Sitzung der Arbeitsgruppe, dass es sich bei diesem Projekt um eine postgraduale Elite-Einrichtung handeln wird. Eine enge Vernetzung mit den bestehenden Universitäten, die einen Wissenstransfer auf höchster Ebene garantieren, ist nicht nur beabsichtigt, sondern für Forschung und Wirtschaft unverzichtbar.

"Die grundlegende Voraussetzung für meine Zustimmung zur Spitzenuniversität", so Mainoni, "besteht jedenfalls in der Chancengleichheit, wonach alle geeigneten Personen die Möglichkeit haben müssen, ein solches Institut besuchen zu können."

Für die Finanzierung dieser "University of Excellence" muss aussschließlich "frisches Geld" herangezogen werden, denn die Umschichtung des universitären Budgets hat Eduard Mainoni explizit ausgeschlossen. Natürlich müssen Industrie und Wirtschaft ihren Beitrag dazu leisten, wobei eine steuerliche Sonderstellung bzw. eine gesetzliche Verankerung mit dieser "University of Excellence" denkbar wäre, ist doch auch die Wirtschaft Hauptprofiteur dieser Brain-Power.

Mainoni stellt sich vor, dass bereits in Kürze Gespräche mit dem Finanzminister geführt werden, um sowohl die Entstehungskosten, die mit rund EURO 80 Mio. beziffert werden, als auch die laufenden Kosten von rund EURO 70 Mio. zu sichern.

Eine rasche Umsetzung dieses Projektes tut Not, da Österreich im Wettbewerb mit anderen europäischen Staaten wie z.B. Deutschland und Tschechien steht. Außerdem gilt es zu verhindern, dass österreichisches Brain Drain verstärkt in Richtung USA abwandert.

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Pressesprecherin des Staatssekretärs
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