OTS0143 5 II 0205 SPK0008 Mo, 13.Dez 2004
SPÖ / Krainer / Tierschutzgesetz / Rauch-Kallat

Krainer zu Tierschutzgesetz: Bauernzeitung neues Organ der Ministerin?

Tierschutzorganisationen und Opposition nicht eingebunden

Wien (SK) Als "ungeheuerlich" bezeichnete heute SPÖ-Tierschutzsprecher Kai Jan Krainer die Vorgangsweise von Tierschutzministerin Rauch-Kallat. Weder Tierschutzorganisationen noch die Opposition waren in die Vorbereitungen der heute veröffentlichten Verordnungen zum Tierschutzgesetz eingebunden. Nach den vorliegenden Informationen haben die Vertreter der Bauern in letzter Minute eine ganze Reihe von Verbesserungen für die Tiere verhindert. So sollen Kastrationen, Enthornungen und Kupierungen weiterhin ohne Narkose durchgeführt werden. Dies ist ein deutliches Zeichen, dass der ÖVP der Tierschutz nicht wirklich ein Anliegen ist, kritisierte Krainer. ****

Im Bereich der Hühnerhaltung gibt es durchaus Fortschritte zu verzeichnen, die SPÖ hätte sich diese auch in anderen wichtigen Bereichen gewünscht. Beispielsweise sind die in den vorliegenden Verordnungen festgelegten Übergangsfristen aus Sicht Krainers zu lange. So bleiben den Bauern fünf Jahre Zeit, bis die dauernde Anbindehaltung von Pferden, Ziegen und Rindern verboten ist. Dies könnte wesentlich schneller erfolgen, so der Tierschutzsprecher der SPÖ.

Positiv bewertet Krainer den geplanten Tierschutzbericht und dessen Behandlung im Nationalrat. Strenge und regelmäßige Kontrollen sind eine wichtige Voraussetzung für gute Qualität. Bundesministerin Rauch-Kallat und die neu zu schaffenden Tierschutz-Ombudsmänner werden von uns in Zukunft streng beobachtet werden, so der SPÖ-Tierschutzsprecher abschließend. (Schluss) ps/mm

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