OTS0160 5 WI 0217 DS90001 Mo, 29.Nov 2004
Wirtschaft / Kärnten / Post / Arbeitsmarkt / SPÖ

Scharfe SP-Kritik aus Kärnten an Postamtsschließungen

Ambrozy wirft Haider Wortbruch vor - Markut ruft zu flächendeckenden Protesten auf und prüft möglichen Postboykott

Klagenfurt (SP-KTN) - Scharfe Kritik an der Führung der Post kommt von den Kärntner Sozialdemokraten. Sie drohen der Post sogar mit Boykott. "Die Vorgangsweise der Post ist skandalös und völlig untragbar", stellt SP-Chef LHStv. Peter Ambrozy fest und wirft auch LH Haider Wortbruch vor. "Der Kärntner Landeshauptmann hat in der letzten Regierungssitzung zugesagt, dass die Regierungsmitglieder über alle weiteren Entwicklungen im Postbereich vorab informiert werden, es ist aber bei dem Versprechen geblieben", kritisiert Ambrozy, der Haider auffordert, auf Vizekanzler Gorbach einzuwirken, um die geplanten Maßnahmen abzuwenden.

Der Klubobmann der Kärntner Sozialdemokraten, Karl Markut, ruft sogar zu einer flächendeckenden Protestaktion auf. "Wir werden nicht kampflos hinnehmen, dass die Post Arbeitsplätze vernichtet und Postämter zudreht. Pro Gemeinde muss mindestens ein Postamt erhalten bleiben, sonst können wir uns vielerlei Maßnahmen gegen die Postführung vorstellen", so Markut.

Konkret kann sich der SP-Klubobmann neben scharfen Protesten auch einen Boykott der Post und ein Ausweichen der Gemeinden und öffentlichen Stellen auf private Ersatzversorgungen vorstellen. Markut: "Wir prüfen diese Möglichkeit. Wenn die Post nicht einlenkt, sondern über die Interessen der Bevölkerung einfach hinweggeht und Arbeitsplätze vernichtet, dann kann sie sich auf einen sehr rauen Kärntner Wind gefasst machen." (Schluss)

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