OTS0010 5 CI 0993 MMC0001 Mo, 29.Nov 2004
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Hilfe für AIDS-Waisenkinder in Malawi durch persönliches Engagement von Roche-MitarbeiterInnen

Wien (OTS) - Anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember veranstalten MitarbeiterInnen des Pharmakonzerns Roche weltweit Events, wie den Global Roche Employee Aids Walk, deren Erlös an Waisenkinder in Malawi fließt, die ihre Eltern durch Aids verloren haben.

Malawi ist ein friedliches und stabiles Land, dennoch zählt es zu den ärmsten Ländern der Welt - nicht zuletzt wegen der verheerenden Auswirkungen der Immunschwäche Aids. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) leiden weltweit 39,4 Millionen Menschen an einer HIV-Infektion oder an Aids. Am schlimmsten davon betroffen sind die afrikanischen Länder südlich der Sahara, wo annähernd 25 Millionen Menschen HIV-infiziert sind. In Malawi sind schätzungsweise 15% der Erwachsenen mit HIV infiziert, und im Jahr 2003 starben dort über 80.000 Menschen daran.

Kinder ohne Hoffnung

An den Auswirkungen dieser Krankheit leiden aber weit mehr Menschen als nur die HIV-Infizierten. Am schlimmsten betroffen sind die Kinder, die ihre Mutter, ihren Vater oder beide Elternteile durch Aids verloren haben. In Malawi leben fast eine halbe Million Aids-Waisen. Sie fristen ihr Dasein meist völlig auf sich gestellt, ohne jegliches Einkommen, ohne Ausbildung, ohne Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Viele der AIDS-Waisen von Malawi sind dadurch gezwungen, ihren Körper zu verkaufen und werden Opfer der Kinderprostitution.

Hilfe durch Aids Walk

MitarbeiterInnen des Pharmakonzerns Roche, der hocheffektive Aids-Medikamente entwickelt hat, wurden durch das Engagement der Konzernführung (Patentverzicht, s.u.) für die Situation in Afrika sensibilisiert und wollen selbst dazu beitragen, das Leid HIV-infizierter oder aidskranker Menschen in Afrika zu lindern. So organisierten engagierte MitarbeiterInnen vergangenes Jahr an drei Standorten in der Schweiz und den USA den ersten Roche Employee Aids Walk. Rund 1.300 TeilnehmerInnen konnten 2003 über 330.000 Franken sammeln.

Die Idee ist, dass gemeinsam gelaufen oder gegangen wird, um einerseits Solidarität mit den HIV-Infizierten und Aids-Kranken zu zeigen, andererseits um auf die vielschichtige Problematik der Erkrankung und ihre Auswirkungen vor allem in Afrika aufmerksam zu machen. Alle teilnehmenden MitarbeiterInnen verpflichten sich darüber hinaus Sponsoren zu suchen, die ihren "Walk" mit Geld unterstützen.

Welt-Aids-Tag 2004 - weltweit zahlreiche Aktionen von Roche- MitarbeiterInnen

Die MitarbeiterInnen von Roche veranstalten heuer am 1. Dezember weltweit zahlreiche Events, um Spenden für die Aids-Waisen von Malawi zu sammeln. Der dabei eingenommene Betrag wird von der Geschäftsführung von Roche verdoppelt werden.
In Österreich zum Beispiel organisieren Roche-MitarbeiterInnen eine firmeninterne Informationsveranstaltung über Malawi, in deren Rahmen über die verheerende Situation im Land informiert wird und Spenden gesammelt werden.

Aids Walks finden an rund 60 Standorten in Australien, Asien, Europa und in Nord- und Südamerika statt. Tausende MitarbeiterInnen von Roche werden daran teilnehmen und auf diese Weise in der Öffentlichkeit auf das Problem aufmerksam machen und Spenden sammeln.

Hilfe für die Ärmsten der Armen

Mit den Spendengeldern werden die dringendsten Bedürfnisse der Kinder wie Nahrung, Kochutensilien und Kleidung gedeckt. Es werden Waisenzentren in ganz Malawi errichtet und unterstützt, Wasserlöcher gebohrt, um sauberes Trinkwasser zu gewinnen, und ein Fonds für Schulgebühren errichtet.

Zudem wird in lokale Einrichtungen investiert, z.B. in den Aufbau und die Wiederinstandsetzung von Unterkünften sowie in die schulische Ausrüstung wie Bücher oder auch Musikinstrumente. Alle Bemühungen zielen darauf ab, eine sichtbare, langfristige und nachhaltige Verbesserung im Leben der Waisenkinder zu bewirken.
Das Projekt steht unter der Leitung der Hilfsorganisation European Coalition of Positive People (ECPP).

Engagement von Roche in Entwicklungsländern

Die MitarbeiterInnen bekräftigen mit ihrer Teilnahme das Engagement von Roche im Kampf gegen die HIV-Infektion und Aids.

  • Patentverzicht: In den Staaten, die von der UNO als die am wenigsten entwickelten Länder eingestuft worden sind, meldet Roche keine Patente für neue HIV-Medikamente an. Die Konzernleitung wird in diesen Ländern nichts gegen den Verkauf oder die Herstellung generischer Entsprechungen der Anti-HIV-Medikamente, für die Roche das Patent besitzt, unternehmen. Generische Entsprechungen der Roche-Anti-HIV-Medikamente können demnach in den am wenigsten entwickelten Ländern und in den Staaten südlich der Sahara ohne Einholen einer freiwilligen oder obligatorischen Lizenz produziert werden.
  • Abgabe zum Selbstkostenpreis: Die beiden HIV-Proteasehemmer Invirase (Saquinavir) und Viracept (Nelfinavir) von Roche werden in den am wenigsten entwickelten Ländern und in afrikanischen Staaten südlich der Sahara zu Preisen ohne Gewinn für Direktlieferungen ab Roche Basel angeboten. Diese Patent- und Preispolitik kommt schätzungsweise zwei Dritteln aller HIV-infizierten und aidskranken Patienten weltweit zugute.
  • Das AmpliCare-Programm: Im Rahmen des AmpliCare-Programms beliefert Roche afrikanische Länder südlich der Sahara, Südafrika sowie Länder, die nach UN-Definition zu den "am wenigsten entwickelten" gehören, mit Tests zur Bestimmung der HIV-Virusbelastung zu niedrigstmöglichen Preisen. AmpliCare umfasst das gesamte therapeutische Spektrum - vom Test über die Überwachung bis zur Schulung - und zielt auf eine Optimierung der Massnahmen auf regionaler Basis ab. Dazu gehören auch eine flexible Preispolitik sowie die Unterstützung wichtiger staatlicher und privater Programme. Abgerundet wird das Programm durch ein Schulungsangebot, das ÄrztInnen und Pflegepersonal vor Ort über die neuesten Entwicklungen in der Betreuung HIV-infizierter und aidskranker PatientInnen informiert.

Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung - Werte mit Tradition bei Roche

Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung sind seit jeher Grundpfeiler der Unternehmenskultur und der Konzernaktivitäten von Roche. Seit über einem Jahrhundert engagiert sich das Unternehmen für die Verbesserung der Gesundheitsversorgung auf der ganzen Welt und unterstützt Hilfsprojekte, die in erster Linie den ärmsten Menschen dieser Welt zugute kommen. So unterstützt Roche unter anderem auch seit 10 Jahren den Phelophepa-Zug, eine "Klinik auf Rädern", die seit 1994 Menschen in entlegenen Gebieten Südafrikas medizinische Hilfe anbietet. Dieser Zug ist 36 Wochen pro Jahr unterwegs, um medizinisches Know-How in entlegene Regionen mit unzureichender medizinischer Versorgung zu bringen. Bis heute haben über eine Million Menschen vom Angebot des Zuges profitieren können. Diese Hilfe zur Selbsthilfe hat die Gesundheit der Menschen, die in den vom Zug besuchten Regionen leben, maßgeblich und langfristig verbessert. Das Phelophepa-Projekt ist damit ein wichtiger Faktor für die Förderung der nachhaltigen Entwicklung im ländlichen Südafrika.

Alle erwähnten Markennamen sind gesetzlich geschützt.
Weitere Informationen www.roche-hiv.com ; www.roche.com/de/home/sustainability/sus_med.htm ; www.ecpp.co.uk

Rückfragen & Kontakt:

Roche Austria
Mag. Lydia Rossmann
Tel.: 01/277 39-412, lydia.rossmann@roche.com

Presse: medical media consulting
Barbara Urban
Tel.: 0650/518 9 517, b.urban@kabsi.at
Harald Schenk
Tel.: 0664/160 75 99, harald.schenk@chello.at

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